Samstag, 6. Januar 2018

Mein Lesejahr 2017 | Die 9. BuchSaiten Blogparade

Auch wenn ich für mich selbst wie üblich dokumentiert habe, was ich im vergangenen Jahr 2017 las, so war es im letzten Jahr auf dem Blog und auch auf Social Reading Sites eher still. Deshalb möchte ich sehr gern die Buchsaiten Blogparade 2017 nutzen, um euch noch im Nachhinein ein wenig an meinem Lesejahr teilhaben zu lassen. Bereits für die Lesejahre 2014-2016 habe ich die Fragen beantwortet, die sich damals zunächst Katrin vom Blog BUCHSAITEN ausdachte, und deren aktuelle Fassung nun von Petzi von DIE LIEBE ZU DEN BÜCHERN betreut wird.
Aber langer Rede kurzer Sinn - hier sind meine 5 Antworten zu den Fragen rund um das Lesejahr 2017:



(Wenn ihr auf die Buchtitel klickt, führt euch das zur jeweiligen Verlagsseite)

Die positive Überraschung in 2017: 
Benjamin von Stuckrad-Barre - Panikherz

Natürlich ist mir Benjamin von Stuckrad-Barre bekannt, wenngleich ich auch bisher keines seiner Werke gelesen habe (Soloalbum allerdings im Kino gesehen). Und nun: Das Comeback dieses Herren, der damals als ''Wunderkind der Popliteratur' bezeichnet wurde. Mit Skepsis, aber auch mit Neugier wagte ich mich an diese romanhafte Biografie (oder biografischen Roman?) heran. Und es war die allerbeste Entscheidung, das Hörbuch zu wählen.Wie Stuckrad-Barre von seinem frühen Ruhm und tiefen Fall erzählt, dass ist nicht nur ungemein authentisch, sondern auch extrem gut vom Autor erzählt. Und ganz nebenbei wird man auch noch irgendwie Fan von Udo Lindenberg. Perfekt!


Die leider negative Überraschung in 2017: 
Han Kang - Die Vegetarierin

So sehr es eine gute Entscheidung war, Panikherz in der Audiofassung zu hören, so unglücklich war diese Entscheidung vermutlich bei der Vegetarierin. Anders kann ich mir nicht erklären, warum meine Begeisterung doch eher auf der Strecke blieb. Manche Passagen fand ich zu extrem ausgeführt, andere dann wiederum zu wenig beleuchtet. Hätte ich den Text selbst und in meinem Tempo gelesen, so hätte er sprachlich wohl anders auf mich wirken können. Daher werde ich in diesem Jahr vielleicht noch einmal in die Buchfassung hineinlesen.


Die Autoren-Neuentdeckung des Jahres:  
Judith W. Taschler

Ich weiß gar nicht mehr, wer mich auf diese Autorin brachte, aber ich hatte ihre Werke in der Buchhandlung schon mehrfach in der Hand und mich schließlich für ihren 2. Roman, Die Deutschlehrerin, entschieden. Und auch, wenn ich diese Geschichte mit "nur" vier Sternen bewertet habe, so hat sie doch bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen. Die Unvorhergesehenheit der Handlung, der Fokus auch nur zwei Charaktere, die subtile Art von Spannung, die die Autorin immer weiter ausbaut - ich finde hier eigentlich nur Lob und möchte daher auf jeden Fall mehr von der Autorin lesen!


Das Lieblingscover 2017: 
Levi Pinfold - Grünling


Genau wie im letzten Jahr hat in dieser Kategorie ein Bilderbuch das Rennen gemacht: Die Bilder von Levi Pinfold sind einfach so wunderbar-zauberhaft! Gemalte Natur begeistert mich ohnehin und wie sich hier das Haus der Hafermanns nach Einzug des kleinen Grünlings verändert - einfach fabelhaft!


Auf der Leseliste für 2018 ganz oben steht:
Bov Bjerg - Auerhaus


Spätestens nach der positiven Kritik im Literarischen Quartett wollte ich dieses Buch ja unbedingt gelesen haben. Und als ich dann dieses Jahr diese tolle Ausgabe der Büchergilde entdeckte, wollte ich das Buch gleich noch ein bisschen mehr lesen. Und was soll ich sagen? Es steht bis jetzt ungelesen hier herum. Dabei hat dieser Roman alles, was ich gern mag: junge Erwachsene Charaktere mit Drang nach Freiheit und Veränderung, die Thematik der Freundschaft, die Wichtigkeit von Musik... das wird dieses Jahr auf jeden Fall gelesen!


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Die BuchSaiten Blogparade ist eine Umfrage zu eurem vergangenen Lesejahr. Dieses Jahr wird sie auf Die Liebe zu den Büchern von Petzi betreut. Dort findet ihr auch die originalen Fragen sowie bestimmt ganz viele tolle Buchtipps der anderen Buchblogger.

Die Rechte für die Coverabbildungen liegen bei den Verlagen: Roofmusic | Argon Hörbuch | Droemer | Jacoby&Stuart | Büchergilde Gutenberg

Mittwoch, 3. Januar 2018

Rückblick auf 2017 | In ein paar Worten...

© The Lines Between

2017 war viel los - in meinem Leben. Dementsprechend ist hier auf dem Blog im letzten Jahr sehr wenig passiert. Nicht weil ich es nicht gern gewollt hätte oder versucht habe (ihr wisst gar nicht, wie viele Entwurf-Blogposts ich mittlerweile gespeichert habe), sondern weil mir einfach die Zeit fehlte.
Und ich muss schon wieder den Kopf schütteln über diesen Ausdruck - die fehlende Zeit. Denn wenn ich ehrlich zu mir bin, dann weiß ich, dass Zeit nicht etwas ist, was vorhanden oder abhanden ist, sondern ein freier Raum, eine weiße Fläche, die ich selber füllen kann.
Und im letzten Jahr habe ich diese freie Zeit viel vor Bildschirmen verbracht, und auch wenn diese Art Entspannung im letzten Jahr häufig notwendig war, so habe ich meine freie Zeit damit doch auch hin und wieder vergeudet.
Deshalb ganz basal mein Vorsatz für 2018: Wieder mehr Produzent als Konsument sein, wieder mehr durch die eigenen Augen erfahren als durch mancherlei Bildschirme. Bevor es hier aber mit den Büchern weitergeht, folgt mein traditioneller Jahresrückblick "in ein paar Worten". 
Auf bald!


Vorherrschendes Gefühl für 2018?
Tatendrang

2017 zum ersten Mal getan?
allein an die See gefahren
ein Foodtruck-Festival besucht
eine Bahncard gekündigt
ein Badminton-Punktspiel gespielt

 2017 (nach langer Zeit) wieder getan?
Badminton gespielt
nach London & Paris gereist
endlich (!) einen neuen Wintermantel gekauft
einen Poetry-Slam besucht
eine WG-Party veranstaltet

2017 leider gar nicht getan?
ausreichend entspannt
ein neues Land entdeckt
regelmäßig Freunde besucht
kreativen Hobbies nachgegangen

2017 glücklicherweise gar nicht getan?
einen Umzug getätigt
ernsthaft krank gewesen
mich zusehr in Dinge verrannt

Wort des Jahres?
müde

Stadt des Jahres?
London

Alkoholexzesse?
Gin & Tonic zählt nicht :)

Haare länger oder kürzer?
Gleich kurz, seit nun mehr 6 Jahren.
Aber ich habe Lust auf Veränderung!

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Weitsichtiger
 (Ist es tatsächlich schon drei Jahre her, dass ich die Uni verließ?)

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr. Und das ohne schlechtes Gewissen.

Verliebt?
Jein.

Getränk des Jahres?
Gin & Tonic

Essen des Jahres?
Sushi

Am häufigsten angerufen?
Hm, kann ich so direkt nicht sagen.
Grundsätzlich: zu viel getippt, zu wenig gesprochen.

Die schönste Zeit verbracht mit?
den Mitbewohnern

Die meiste Zeit verbracht mit?
den Arbeitskollegen
(und zwar nicht nur auf der Arbeit!)

Song des Jahres?
Ed Sheeran - Shape of You

Alben des Jahres?
Mark Forster - Tape
Ed Sheeran - Divide

Buch des Jahres?
Marie Kondo - The Life-Changing Magic of Tidying up
Joanna Rakoff - Lieber Mr. Salinger
Stefanie de Velasco - Tigermilch

Konzert(e) des Jahres?

Kein einziges... ach ach, diese Stadt ist zu klein.
Notiere: Nach Indie-Konzerten Ausschau halten!

(TV-)Serie des Jahres?
Thirteen Reasons Why

Film des Jahres?
Leider keiner so richtig.

Erkenntnis des Jahres?
Freie Zeit ist kostbar. Sehr kostbar.

Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

Kopfschmerzen
das Ergebnis der US-Wahl
die Schnelllebigkeit des Alltags

Schönste/s Ereignis/se?
die Teilnahme am Frankfurt-Paris Fellowship der Frankfurter Buchmesse
die Hochzeit der besten Freundin
der Kurzurlaub am Meer ...mit Hotelzimmer-Upgrade!

2017 mit einem Wort?
Übergang



Ich hoffe, ihr konntet 2017 mit guten Gedanken verabschieden und seid glücklich und gesund ins neue Jahr gerutscht!
Den Rückblick auf das Lesejahr 2017 folgt in den nächsten Tagen. 2018 möchte ich das private Lesen endlich wieder priorisieren - und freue mich auf ein bücherreiches Bloggerjahr 2018 mit euch! 



Sonntag, 8. Oktober 2017

Marco Balzano - Das Leben wartet nicht | Rezension

Marco Balzano hat sich in seinem jüngsten Roman mit dem Thema Migration auseinandergesetzt und einen modernen Entwicklungsroman geschrieben: Es geht um Hoffnung und die Suche nach persönlichen Glück, und doch gleichsam um jene melancholischen Momente und das Gefühl, dass eigentliche Leben verpasst zu haben...


 Mit geschlossenen Augen versuche ich mich an die Orte zu erinnern, die ich früher aufsuchte  und an die ich bald mit der Tram oder dem Fahrrad zurückkehren kann. Dort werde ich  hingehen, um mir meine Geschichte zu erzählen. (71)

Ende der 50er Jahre kommt ein Kind allein von Sizilien nach Mailand. Um Arbeit zu finden, um eine Chance im Leben zu haben. Ninetto heißt der Junge - und mit seiner mutigen Art und seinem sonnigen Gemüt findet er auch direkt eine Anstellung. Der Weg in ein besseres Leben? 50 Jahre später fühlt sich Ninetto durch Einwanderer aus China und Nordafrika an seine Anfänge in Mailand erinnert. Und die Träume sind Träume geblieben. Oder?


Marco Balzano geht an das komplexe Thema einer Migrationsgeschichte mit dem Fokus auf einen Protagonisten und zwei Erzählsträngen heran. Der Leser erlebt Ninetto Pelleossa als Kind, wie er sich Ende der 50er Jahre mit der Hoffnung auf ein besseres Leben aus dem ländlichen Sizilien ins städtische Mailand aufmacht, um sein Glück zu suchen. Schnell merkt Ninetto, dass in der Stadt ein raueres Klima herrscht, doch er schlägt sich so durch. Im zweiten Erzählstrang beschreibt Balzano das heutige Leben seines Protagonisten, was geworden ist aus den einstigem Träumen. Und in bittersüß-melancholischem Ton zeigt er auf, dass vieles doch anders kommt, als man es sich vielleicht immer gewünscht hat.

Auf der ganzen Strecke jammerten mein Vater und Giuvá darüber, dass immer mehr Leute aus  dem Dorf weggingen und dass trotzdem keine Arbeitsplätze frei wurden, weil es eben keine  Arbeit gab und null plus null immer null macht. (40)


Den kindlich-fröhlichen Ninetto mochte ich sehr. Ich war neugierig, wie er sich durchschlagen würde und hatte Freude, ihn auf dem Weg des Erwachsenwerdens zu begleiten. Doch je älter Ninetto wurde, desto mehr schwand meine Sympathie für ihn. Ich bin mir sicher, dass dies auch so vom Autor beabsichtigt war, denn Balzano beschreibt eben auch, wie man sich fühlt, wenn der Lebenshunger der jungen Jahre versiegt, wenn man realisiert, dass man den eingeschlagenen Lebensweg nicht mehr umkehren kann und man in den Trott der alltäglichen (Fließband-)Arbeit gerät. Und wie leicht es ist, auf die schiefe Bahn zu geraten.



Und wenn ich "nach Hause" sagte, meinte ich unsere Unterkunft in einer Baracke mitten im  Nirgendwo am Stadtrand von Mailand. (163)

Zwar fand ich Szenerien und Beschreibungen des Lebens von Ninetto sehr authentisch und lebendig, trotz allem hat mich aber die Struktur des Romans teils davon abgehalten, mich auf tieferer Ebene mit dem Protagonisten zu identifizieren. Ich fand es klug und auch notwendig, hier auf zwei Zeitebenen zu erzählen, allerdings habe ich mich als Leser ohne eine 'richtige' Rahmenhandlung und häufig ohne konkrete zeitliche Einordnung doch verloren gefühlt. Auch waren für mich die Sprünge zwischen damals und jetzt nicht immer eingängig. Gerade bei einer Geschichte, die auf wahren Ereignissen beruht, hätte ich ich mir mehr Orientierung gewünscht.


Es ist augenscheinlich, dass ein Autor kein Buch über das Thema Kindermigration schreiben kann, ohne nicht auch die Migrationsthematik der aktuellen Zeit einzubringen. Balzano tut dies auch, jedoch ohne sich anzumaßen, die beiden Situationen vergleichen zu wollen - auch wenn sich dieser Vergleich in deutlicherer Form eigentlich aufgedrängt hätte.


Marco Balzano hat hier einen zugänglichen Roman über das Thema Kindermigration geschrieben - ein Stück italienischer Geschichte, welches mir bisher kaum bekannt war. Leider konnte mich die Geschichte streckenweise emotional nicht so sehr mitnehmen, wie ich es mir gewünscht hätte. Vielleicht wäre es sinnvoller gewesen, das Nachwort des Autoren an den Anfang zu setzen? Denn leider habe ich erst hier mit voller Wucht realisiert, mit welcher Leidenschaft Marco Balzano das Thema aufgegriffen hat und welch persönliche Relevanz es im Bezug auf die Biografie seiner Eltern für ihn hat. Trotz des mir leicht missfallenden strukturellen Aufbaus ist Das Leben wartet nicht eine authentische Geschichte über ein sehr lesenswertes Thema. Ein guter Roman aus Italien und sicher ein wichtiges Buch für die italienische Literatur!



Marco Balzano - Das Leben wartet nicht
Diogenes, 2017 |  Aus dem Italienischen übersetzt von Maja Pflug
Gebunden mit Schutzumschlag | 304 Seiten | 22,00 € [D], 22,70€ [A]

alle Fotos © The Lines Between


Mittwoch, 26. April 2017

Kristin Hannah - Die Nachtigall | Rezension

Die amerikanische Autorin Kristin Hannah hat einen Roman über den 2. Weltkrieg geschrieben, in dem ein französisches Schwesternpaar im Fokus steht. - Das kann durchaus eine gute Geschichte sein, insofern man trotz der ersten Thematik auch unterhalten werden möchte und noch nicht allzu viele Bücher mit Kriegsthematik gelesen hat. Eine bedingte Empfehlung. 


Die Nachtigall erzählt die Geschichte der Schwestern Vianne und Isabelle, die beide auf ihre eigene Weise versuchen, mit der schwierigen Situation in Frankreich zur Zeit des 2. Weltkriegs umzugehen.
Vianne und ihre jüngere Schwester Isabelle könnten unterschiedlicher kaum sein und haben beide auf ihre Weise unter der familiären Situation gelitten. Dementsprechend unterschiedlich gehen beide nun mit den Schrecken des Krieges um. Während die 18-jährige Isabelle sich am liebsten aktiv mit allen Mitteln gegen die Nazi-Okkupation wehren möchte und auch keine Scheu vor den deutschen Soldaten hat, ist ihre ältere Schwester Vianne viel vorsichtiger und ängstlicher und versucht mit allen Mitteln, so normal wie möglich weiter zu leben und Konflikten aus dem Weg zu gehen. Auch wenn dies bedeutet, den Forderungen der deutschen Soldaten nachzukommen ...



Im Fokus der Geschichte stehen hier eindeutig die beiden Schwestern. Die Nachtigall war für mich eher eine Geschichte über zwei Schwestern vor dem Hintergrund des 2. Weltkrieges als ein Kriegsroman, in dem zwei Schwestern die Hauptrollen spielen. Diese Herangehensweise an sich ist nun nichts Schlechtes und der Erfolg des Romans in den USA - mit mehr als einer Million verkauften Exemplaren - gibt der Autorin wohl auch recht. Allerdings fand ich ihre Recherche ein wenig mager. An manchen Stellen funktioniert die Verwebung von historischen Fakten und erfundenen Charakteren gut, an anderen waren Quellen eher holprig eingebunden. Die Szenen im Konzentrationslager beispielsweise, lasen sich wie eins zu eins aus Recherchematerialien übernommen.




Der Aufbau der Geschichte funktioniert gut, kommt aber nicht ohne Längen aus. Für das Genre ein klassischer Handgriff: die Rahmenerzählung. Hannah nutzt diese aber klug und mit Twist - am Ende ist dem Leser zunächst nicht klar, wer die eigentliche Erzählerin der Rahmenhandlung ist. Kristin Hannahs Schreibstil ist solide und eher zurückhaltend. Leider stellt sie die Gefühle der Charaktere manchmal so plakativ zur Schau, dass sich die intendierte Wirkung bei mir eher ins Gegenteil verkehrte.

Ich fand es spannend, wie meine Sympathien während des Lesens zwischen den beiden Schwestern schwankten und wie mich ihr Verhalten zum Nachdenken brachte. Beide Schwestern haben kluge Momente und treffen dann doch auch wieder unverständliche Entscheidungen. Wie hätte ich mich in den jeweiligen Situationen verhalten?
Mir hat es sehr gefallen, dass Kristin Hannah die Perspektive der Frauen im Krieg einnimmt und die Handlung des Romans auch darauf konzentriert. Die Charaktere der beiden Schwestern waren gut herausgearbeitet, die Glaubwürdigkeit ihrer Handlungen nahm für mich im Laufe der Geschichte jedoch mehr und mehr ab.



Meiner Meinung nach hätte der Roman eine stärkere Wirkung gehabt, wenn der Krieg mehr im Fokus der Ereignisse gestanden hätte. Auch waren die Ereignisse teilweise recht vorhersehbar, sodass für mich die Grundspannung der Geschichte zu schwach war. In der Ausführung ihrer Szenen neigt Kristin Hannah hier und da zum rührselig-kitschigen, was bei mir eher zu einer gegenteiligen Reaktion geführt hat, nämlich, dass mich die Geschichte nicht besonders berühren konnte.

Ein solider historischer Roman mit einprägsamem Titel und auffälligem, ästhetischen Cover (welches aber leider wenig über die Geschichte selbst aussagt) und einer anständigen Karte im Vorsatz. Hannah überzeugt besonders durch ihre Charaktere; Handlungsaufbau und Erzählstil haben mir leider weniger zugesagt. Die Autorin ist Amerikanerin und und das merkt man beim Lesen: Die Nachtigall ist kein Buch über den 2. Weltkrieg, wie man es von europäischen Autoren gewohnt ist. Wer noch nicht viele Bücher über diese Thematik gelesen hat bzw. wer beim Lesen trotz ernsten Themas unterhalten werden möchte, der kann hier durchaus eine interessante Lektüre mitnehmen. Aus genannten Gründen ist Die Nachtigall sonst eher nur bedingt zu empfehlen.



Kristin Hannah - Die Nachtigall
Übersetzt von Karolina Fell
Gebunden mit Schutzumschlag, 608 Seiten
Rütten & Loening | 978-3-352-00885-6 | 19,99 €
Erschienen: 19.09.2016

Sonntag, 23. April 2017

Bücher über Bücher | Eine Liste zum Welttag des Buches


Heute, am 23. April 2017, ist es endlich wieder soweit: der Welttag des Buches! Ein Tag, um Bücher, Buchhandlungen, das geschriebene Wort und das Lesen in den Fokus zu rücken und zu feiern. Eigentlich der perfekte Anlass, die Lieblingsbuchhandlung zu besuchen und ein neues Buch zu kaufen / zu verschenken. Allerdings fällt der diesjährigen Welttag auf einen Sonntag, deshalb steht für mich dieses Jahr besonders das Lesen im Vordergrund. 

Und warum feiern wir den Welttag des Buches eigentlich am 23. April? Dies geht zurück auf eine katalanische Tradition, denn hier ist es üblich, sich am 23. April - dem Namenstag des heiligen Georg, gegenseitig Bücher und Rosen zu schenken.
Also stöbern wir doch heute nach tollen neuen Büchern, gehen morgen in unsere Lieblingsbuchhandlung und machen jemandem (wahlweise natürlich uns selbst ;-) mit einem neuen Buch eine Freude. Und wer noch einen Buchtipp braucht, der findet hier in meiner Liste über Bücher für bibliophile Leser bestimmt den ein oder anderen Tipp.


Walter Moers - Die Stadt der Träumenden Bücher
Wahrscheinlich DAS Kultbuch für jeden Bücherliebhaber. Wie? Ihr ward noch nie in Buchhaim? Dann habt ihr aber flink etwas nachzuholen! Für mich steht bestimmt auch bald mal wieder ein Re-read an.

Markus Zusak - Die Bücherdiebin
Definitiv eines meiner Lieblingsbücher und eine Geschichte über den 2. Weltkrieg, die aus der Vielzahl der Bücher dieses Genres definitiv hervorsticht. Wie die kleine Liesel mithilfe der Liebe zu Büchern ihr Schicksal etwas vergessen kann - das hat mich sehr berührt.

Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Zugegeben, der Zafon und ich hatten Startschwierigkeiten. Aber seit ich letztes Jahr selbst am Schauplatz der Geschichte (Barcelona) war, konnte ich mich viel besser in diesen Roman hineinlesen. Und ich kann die Faszination für diese Geschichte, mit ihrem Friedhof für Vergessene Bücher, durchaus teilen.

Petra Hartlieb - Meine wundervolle Buchhandlung
Für alle, die ihre Buchhandlung lieben, ist auch dieser autobiographische Text ein Muss. Petra Hartlieb kündigt ihren sicheren Redaktionsjob, um mit ihrem Mann eine Buchhandlung in Wien zu eröffnen. Was sie dabei alles erlebt? Lest selbst!

Pierre Bayard - Wie man über Bücher spricht, die man nicht gelesen hat
Vielleicht das Standardwerk für jeden Hobbyrezensenten? Bayard schreibt clever und nimmt den Literaturbetrieb mit einem Augenzwinkern unter die Lupe

Martin Suter - Lila, lila  (noch ungelesen)
Suters Geschichte über einen Versager, der in einem Hotelzimmer ein Manuskript findet und damit berühmt wird klingt nach einem guten Genremix und einer amüsanten Parodie auf den deutschen Literaturbetrieb.


Folgende Bücher sind bereits vergriffen, bzw. nur noch gebraucht erhältlich. Meiner Meinung nach aber trotzdem eine Erwähnung wert:

Alexander Aciman & Emmett Rensin - Twitteratur: Weltliteratur in 140 Zeichen
Leider mittlerweile vergriffen, aber für mich dennoch eine Erwähnung wert. Aciman und Rensin nehmen die Größten der Weltliteratur (Shakespeare, Jane Austen, Goethe, aber auch Rowling) auseinander und bringen Handlungsverläufe ziemlich witzig auf den Punkt. (Aber Achtung: Spoilergefahr).

Régis de sá Moreira - Das geheime Leben der Bücher (noch ungelesen)
Eine Geschichte über einen Buchändler, der ganz vernarrt zu sein scheint in die Bücher, die ihn umgeben.

Anne Fadiman - Ex Libris. Bekenntnisse einer Bibliomanen  (noch ungelesen)
Humorvolle Anekdoten über Bücher, Schriftsteller und das eigenen Leben als Leser.

Ian Sansom - Bücher auf Rädern  (noch ungelesen)
Was wohl passiert, wenn ein engagierter Londoner Nachwuchsbibliothekar eine Stelle in der irischen Provinz antritt - und dort erfährt, dass sein neuer Arbeitsplatz ein klappriger, nicht ganz wetterfester Bücherbus ist?


Was sind eure liebsten Bücher über Bücher? Welches Buch darf in einer Liste über bibliophile Bücher keinesfalls fehlen? Bestimmt habt ihr den ein oder andern guten Tipp für mich!

Sonntag, 12. Februar 2017

Lorenza Gentile - Teo


Teo ist ein ganz besonderer Junge. Und Teo ist ein ganz besonderes Buch. Warum es zu einem meiner absoluten Lieblingsbücher der letzten Jahre zählt, davon möchte ich euch heute gern erzählen.




Die Geschichte wird erzählt aus der Sicht von Teo, einem achtjährigen Jungen. Teo ist sehr unglücklich, denn in letzter Zeit streiten seine Eltern nur noch. Wenn er seine Schwestern Matilde fragt, wie sie den Eltern helfen können, dann reagiert diese mit Trotz und Wut. Teo fühlt sich sehr allein. Zur Ablenkung nimmt er einen Comic zur Hand, den er zum Geburtstag geschenkt bekommen hat: es ist die Geschichte von Napoleon. Und im Comic steht, dass Napoleon alle Schlachten gewonnnen hat. Vielleicht sollte Teo also Napoleon fragen, wie er die Schlacht mit seinen streitenden Eltern gewinnen kann? Doch wo soll Teo nach Napoleon suchen?

Ich heiße Teo, ich bin acht Jahre alt, und ich will mit Napoleon reden. Ich muss eine sehr wichtige Schlacht gewinnen, und er ist der einzige, der mir dabei helfen kann. Aber wenn ich mit ihm reden will, muss ich sterben, denn Napoleon ist schon tot.  [Die ersten Sätze]

Der Fortgang der Geschichte ist also motiviert von Teos einzigem Wunsch: Er will, dass sich seine Eltern endlich wieder besser verstehen. Auf allen möglichen Wegen versucht Teo, etwas über Napoleon herauszufinden. Er durchsucht heimlich das Bücherregal seiner Eltern, er unterhält sich mit seinem Hausmädchen Susu, er fragt seine Klassenkameraden. Doch jeder hat eine andere Meinung, was Teo am besten machen soll.




Und bereits nach den ersten Kapiteln war ich verliebt in diesen schmalen Roman! Natürlich ist die Idee sehr speziell ein Buch für Jugendliche & Erwachsene aus Sicht eines achtjährigen Jungen zu schreiben. Aber Lorenza Gentile ist diese wunderbare Perspektive sehr gut gelungen, vielleicht deshalb, weil die Autorin selbst noch so jung ist (*1988). Teo wächst einem sofort ans Herz!

Ich habe okay gesagt, um ihr einen Gefallen zu tun, aber was soll das nützen, wenn ich träume? Und wie kann ich träumen, bei all dem, was um mich herum passiert? Ich kann nicht mal ruhig schlafen, weil ich Angst habe, morgens davon aufzuwachen, wie Papa die Haustür zuknallt, wenn er  wütend zur Arbeit geht. Und auch wenn ich träume, dass es anders ist, würde das etwas ändern? [] Tatsache ist, dass ich nichts ändern kann, weil ich zu klein bin und zuhause nie einer auf mich hört.

Natürlich ist Teo einerseits ein ganz normaler achtjähriger Junge. Er kann die Welt der Erwachsenen nicht immer verstehen, er ist weder besonders gut oder fleißig in der Schule und manchmal ist sein Verhalten kindlich-naiv. Dann gibt es aber auch Momente, in denen Teo (vielleicht gerade aufgrund seines Alters?) den Erwachsenen Dinge voraus hat und deren Verhaltensweisen sehr klug kommentieren kann. Gerade dieses Wechselverhältnis macht die Geschichte so liebenswert!



Ich spiele nicht Fußball und schaue mir auch keine Spiele im Fernsehen an wie meine Schulfreunde. Es ist immer das Gleich: Entweder gewinnt die eine oder die andere Mannschaft. Höchstens geht es mal unentschieden aus. Und der Reporter erzählt nie was wirklich Interessantes, zum Beispiel: Was essen die Leute im Stadion während der Pause? Warum haben die Fußballer lange Haare und tragen Haarreifen?

So konnte mich Teo einerseits zum Schmunzeln bringen, dann aber auch wieder zum Nachdenken.
Man denkt schockiert, dass dieser kleine Junge sich doch wohl nicht das Leben nehmen wird, um mit Napoleon zu reden, oder?...Mich hat das Buch zwischendurch immer wieder dazu angeregt, darüber nachzudenken, was eigentlich wichtig ist im Leben. Aber der tolle, leichte Schreibstil von Lorenza Gentile führt dazu, dass der Text niemals zu ernst oder zu verkopft wirkt. Ich glaube, diese besondere Mischung findet man nicht oft bei Romanen!

Diese Art von Antworten gibt natürlich nicht nur sie. Die höre ich oft von Erwachsenen. Wenn ich sie frage: „Hast du dieses Buch gelesen?“ oder „Hast du diesen Film gesehen?“, haben sie zwei Sorten von Antworten, um Nein zu sagen:
    1) Ja, vor vielen Jahren.
    2) Der Titel sagt mir etwas.



Auch wenn die Geschichte auf keiner einzigen Seite kitschig wird, so hat mich die Geschichte doch berührt und für sich eingenommen. Lorenza Gentile kann ganz wunderbare Dialoge schreiben. So kommt man beim Lesen schnell voran, aber man hat trotz der relativ geringen Seitenzahl (nur 200 Seiten) nie das Gefühl, dass die Handlung zu kurz kommt. Also ein Buch, welches man wunderbar an einem Wochenende durchlesen kann!



Teo ist eine herzerwärmende Geschichte, die aber nie kitschig, offensichtlich oder übertrieben daherkommt. Ein kluges kleines Buch über die großen Themens des Lebens. Unbedingt lesen!




Lorenza Gentile - Teo

Erscheinungsjahr 2015 | Aus dem Italienischen von Annette Kopetzki
dtv Literatur | 200 Seiten | Gebunden mit Schutzumschlag

EUR 18,90 € [DE], EUR 19,50 € [A]

alle Fotos © The Lines Between

Sonntag, 8. Januar 2017

Mein Lesejahr 2016 | Meine Lieblingsbücher des Jahres

Heute folgt ein letzter Blogbeitrag mit einem Rückblick auf 2016. Neben dem allgemeinen Rückblick In ein paar Worten, der BuchSaiten Blogparade und meinen Lesestatistiken 2016 möchte ich euch natürlich jene Bücher nicht vorenthalten, die mich in 2016 am meisten begeistern konnten. Eigentlich sollte dies eine schöne Top 5 werden, aber es sind dann doch sieben Bücher geworden, die ich euch gern ans Herz legen möchte:


 (In der Reihenfolge, in der ich sie 2016 gelesen habe:)



Selja Ahava - Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm
Annas Geschichte beginnt in Finnland, sie ist eine alte Frau und lebt in einem Pflegeheim. Rückblickend, gemeinsam mit dem Leser, geht Anna nun auf eine Erinnerungs-Reise in ihre Vergangenheit, zu ihrer Jugend in Finnland, ihrer großen Liebe Antti, ihrem Neuanfang in London und eben zu jenem Tag, an dem ein Wal durch London schwamm....
Diese Geschichte ist wahrhaftig ein kleines Kunstwerk, denn auf poetische und einfühlsame Weise thematisiert die Autorin eine Krankheit, über die aktuell viel gesprochen wird: Demenz. Doch dieses Buch ist so leise, mit so vielen ungewöhnlichen Momenten zum Nachdenken, dass man nicht das Gefühl hat, über eine Krankheit zu lesen. Eine Autorin, die man sich merken muss!


Benedict Wells - Vom Ende der Einsamkeit
Ich bin bereits ein großer Wells-Fan, seit ich 2010 Becks letzter Sommer las. Und wie habe ich auf ein neues Buch des Autors gefreut! Lange hat er sich Zeit gelassen mit seinem vierten Roman, doch das kam der Qualität des Textes eindeutig zugute. Vom Ende der Einsamkeit ist ein melancholischer, nachdenklich stimmender Roman, der sich anhand einer Geschwisterkonstellation mit den großen Themen Verlust, Einsamkeit und Lebensperspektiven beschäftigt. Mein Fazit? Benedict Wells ist wesentlich reiferer, stilsicherer und ein richtig guter Erzähler geworden.


Torben Kuhlmann - Lindbergh. Die abenteuerliche Geschichte einer fliegenden Maus
Ich weiß nicht mehr, wann und wo ich auf Torben Kuhlmann zuerst aufmerksam wurde. Aber als ich das Cover seines Erstlings Lindbergh das erste Mal sah, war es um mich geschehen. Ich will nicht sagen, dass ich ein besonderes Faible für Mäuse habe, aber dieses Exemplar hier ist schon ziemlich niedlich. Gemeinsam mit Kuhlmanns Vorliebe für technische Zeichnungen ist ein Bilderbuch entstanden, welches Kinder und Erwachsene gleichsam fasziniert. Lindbergh hat auf jeden Fall meine Liebe für illustrierte Bücher neu entfacht!


Jane McMorland Hunter (Hg.) - Ode to London. Poems to Celebrate the City
Einen Lyrikband habe ich in 2016 gelesen, aber in diesen habe ich mich wirklich verliebt. Ode to London ist - wie der Titel schon sagt - eine Hommage an London. Verschiedenste englische Lyriker, darunter bekannte wie Auden, Blake, Eliot oder Wordsworth, sind hier mit ihren Gedichten über London vertreten und zeigen damit auch einen geschichtlichen Abriss, denn die Texte reichen vom 17. bis ins 21. Jahrhundert. Gemeinsam mit vielen Illustrationen, ähnlich jenem auf dem Cover ist Ode to London ein ganz besonderes (Geschenk)buch für alle anglophilen Leser.


Eva Lohmann - Kuckucksmädchen
2015 habe ich Eva Lohmanns autobiographisches Werk Acht Wochen verrückt gelesen (im Hörbuch) und es war eines jener Bücher, die mich gedanklich noch sehr sehr lang begleitet haben. Deshalb war es für mich keine Frage, auch Eva Lohmanns Roman Kuckucksmädchen zu lesen. Und da er hier in dieser Liste auftaucht, könnt ihr wohl ahnen, dass mich auch dieses Buch sehr begeistern konnte.
In Kuckucksmädchen geht es um die 30-jährige Wanda, die ihr Leben zwar ganz okay findet, aber eigentlich nach dem großen Glück sucht. Doch dieser Wunsch führt bei Wanda eher zu Apathie. Woher weiß man, welche Entscheidungen die richtigen sind und welche uns wirklich glücklich machen? Ein sehr kluger und gleichsam emotionales Buch über die "Generation Option".


Pia Solèr - Die Weite fühlen
Auf Pia Solers autobiographisches Werk Die Weite fühlen bin ich auf der Frankfurter Buchmesse gestoßen. ,James Rebanks' The Shepherd's Life stand schon länger auf meiner Wunschliste, nichtsahnend, dass es ein ähnliches deutschsprachiges Buch bereits auf dem Markt gibt. Die Weite fühlen ist kein Roman und auch keine Biografie, die Schweizer Hirtin Pia Soler hat hier ihre Erlebnisse, alltäglichen Ereignisse und Gedanken niedergeschrieben. Viele kleine Momentaufnahmen, die am Ende doch einen recht privaten Einblick in einen uns doch eher unbekannten Lebensstil erlauben. Beim Lesen beneidet man Pia Soler um ihre Naturverbundenheit, man möchte sofort raus in die Natur, wieder freier und achtsamer leben.


Maggie Gernatowski (Hg.) - About my Shelf
Ein weiteres sehr besonderes Buch hat es abschließend in diese Liste hier geschafft. Auf About my Shelf bin ich doch tatsächlich durch Instagram aufmerksam geworden. Da ich selbst großer Fan des Musik-bewusst-Hörens bin und auch selbst Plattenspieler und zwei handvoll Platten besitze, stand dieses Buch, welches 20 Interviews über Bücher- und Plattenregale enthält, ganz schnell ganz weit oben auf der Wunschliste. Im Herbst habe ich es mir dann gegönnt und von Zeit zu Zeit die Interviews der Autoren (zu ihren Plattenregalen) und die Interviews der Musiker (zu ihren Bücherregalen) gelesen. Ein spannendes Konzept, welches in dem tollen Layout 1A aufgeht. Ich bin mir sicher, dass ich dieses Buch noch ganz oft durchblättern werde, um mir den ein oder anderen Lektüre/Musik-Tipp abzuholen.

Welches waren die Bücher, die euch in 2016 am meisten begeistern konnten? Ist ein Buch  dabei, von dem ihr jetzt schon wisst, dass ihr es auf jeden Fall noch einmal lesen möchtet?  Falls ihr auf euren Blogs auf Top-Listen zu diesem Thema erstellt habe, freue ich mich  natürlich auf eure Links!