Mittwoch, 8. Juli 2009

Alte Gedanken



ein/schnitt

Und gestern war noch alles anders.
Und gestern haben - wir gelacht.
Wo geht er heute seine Wege?
Was sie wohl jetzt gerade macht?

Wir lebten furchtlos ohne Ende
Und haben viel zu viel gelacht.
Was hat uns denn dann bloß geändert?
Wir haben doch nichts falsch gemacht?!

Wieso kann ich jetzt nicht mehr?
Was ist bloß mit dir passiert?
Wieso fehlst du mir so sehr?
Was hab' ich denn nicht kapiert?

Und heute ist kein heute mehr.
Und heute ist kein gestern mehr.
Wieso bin ich bloß so leer?
Wieso fehlst du mir so sehr?


Dieses Gedicht hier habe ich auch schon im Februar 2006 geschrieben. Habe heute nur Kleinigkeiten daran verändert, zum Beispiel neuer Titel. Generell bin ich ja nicht so der Fan von gereimten Gedichten. Ich habe immer im Hinterkopf, dass Form und Inhalt ja zusammen passen sollen und für mich persönlich bewirken Reime immer eher etwas Beschwingtes und Treibendes. Das lässt sich dann vielleicht eher bei positiven und witzigen Texten verwenden (wenn man nicht gerade Goethe heißt...).

Wie seht ihr das mit gereimten Gedichten?


(You are not allowed to use my work without my permission.)

Kommentare:

  1. Ich gebe Dir Recht, manchmal erscheinen Reime eher profan. Doch so manches Mal fließen sie und tanzen miteinander... Du spürst es, wenn sich ein Reim aufdrängt und wann er überflüssig ist! Ich handhabe es zumindest so!
    Ich mag Deinen Reim - es passt ;-)

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  2. Der Reim muss Mittel zum Zweck sein.
    Der Zweck, das ist Überraschung oder Bestätigung oder Fluß oder Beschwingtheit oder Form.
    Dein Gedicht wird hier aber ganr nicht durch den Reim, sondern durch den Inhalt getragen.

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  3. Verdammt, das Wichtige vergessen:

    Der Inhalt gefällt mir sehr gut. Kann ich gut nachvollziehen und hätte direkt Lust dir einen "umarmenden" Reim zu schicken. ;)

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  4. Verdammt, das reimt sich, das reimt sich nicht...*träller*
    Grundsätzlich stehe ich Gereimtem eher ablehnend gegenüber, denn das Meiste wirkt gekünstelt, vorsätzlich zum Vers zerhackt. Allerdings gibt's auch Ausnahmen. Wenn der tragende Gedanke sich mit Poesie vereinbaren lässt, ein guter Rythmus gehalten wird...und letztendlich sind ja auch viele Liedtexte "vertonte Gedichte". Wer's mag ;)

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  5. Mir bereiten gereimte Verse dann Sorgen, wenn
    dadurch die Substanz, und somit die Botschaft
    des Gedichte sich verflüchtigt. Der Verstakt
    ist im Reim womöglich eher zu erreichen,
    zwanghafter Reim wird leider zu oft zur
    Büttenrede.
    Der "ein/schnitt" liest sich gut und im
    Grunde fehlte mir noch ein weiterer Vers,
    der mir als Leser eine Perspektive auf die
    vielen Fragezeichen gibt.
    JK.

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