Dienstag, 28. Dezember 2010

Anne B. Ragde - Das Lügenhaus



AUTOR Anne B. Ragde | GENRE  Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR (norw.) 2004 | SPRACHE Deutsch
VERLAG btb | SEITEN 480 | PREIS 9,99€
Inhalt:
Die Neshovs leben abgeschieden auf einer alten Farm in der Nähe von Trondheim, Norwegen. Anna Neshov und ihr Mann haben drei erwachsene Söhne, aber nur der älteste, Tor (55 Jahre alt), lebt noch bei ihnen und versucht, den Betrieb der Farm aufrecht zu erhalten, indem er eine kleine Schweinezucht betreibt. Doch die Arbeit ist mühsam und bringt nicht genug Erträge.
Tors Bruder Margido, 52 Jahre alt, lebt zwar nicht weit weg von der Farm, wo er ein Bestattungsunternehmen leitet. Aber er hat aber keinen guten Kontakt zu seiner Familie mehr.
Der jüngste, der 40-jährige Erlend, qilt als Querschläger. Er ist homosexuell und lebt schon viele Jahre mit seinem Partner in Kopenhagen, wo er als Schaufensterdekorateur arbeitet. Die Familie hat sich eigentlich nicht mehr viel zu sagen, und jeder lebt vor sich hin. Doch dann passiert etwas, dass alles durcheinander bringt...


Rezension:
Dieses Geschichte ist ein Familiendrama, das sich sehr langsam entfaltet. Ragde nimmt sich Zeit für die Schilderung der Brüder-Charaktere und legt Wert auf details (show don't tell!). Es passiert nicht unbedingt viel in dieser Geschichte und gerade die erste Hälfte des Buches birgt nicht viel Spannendes. Hat man allerdings erst einmal die Charaktere kennen gelernt, liest sich das Buch sehr schnell. Das Konstrukt aus Geheimnissen und Lügen ist sehr ausgeklügelt, aber nicht aufdringlich oder offensichtlich. Radge zeigt hier verschiedene Menschen, die sich nicht unbedingt menschlich verhalten, die aber trotzdem auf Menschlichkeit hoffen.


Fazit:
Ein modernes Familiendrama, welches besonders durch gute Charaktere und Details glänzt. 
Anmerkung:
Achtung! Wer das Buch lesen möchte: NICHT DEN KLAPPENTEXT LESEN! Der verrät nämlich meiner Meinugn nach leider zu viel.
Dieses Buch ist der Beginn einer Trilogie, die mittlerweile komplett ins Deutsche übersetzt wurde, der erste Teil hat aber kein offenes Ende:


Das Lügenhaus     Einsiedlerkrebse      Hitzewelle



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ANGABEN DES VERLAGES (btb)

Originaltitel: Berlinerpoplene
Originalverlag: Aschehoug
Aus dem Norwegischen von 
Gabriele Haefs 
Taschenbuch, Leinen, 480 Seiten9,0 x 15,0 cm
mit Lesebändchen
ISBN: 978-3-442-74168-7
€ 9,99 [D] € 10,30 [A] CHF 16,90*

Coverbild entstammt der Verlagsseite

David Wagner - Vier Äpfel




AUTOR David Wagner | GENRE Gegenwartsliteratur
ERSCHEINUNGSJAHR 2009 | SPRACHE Deutsch
VERLAG rowohlt / rororo | SEITEN 160 | PREIS 8,99 € (Taschenbuch)

INHALT
Der Inhalt dieses Buches ist eigentlich ziemlich schnell erlärt: ein Mann, wohl Ende 30, geht in einem Supermarkt einkaufen. Sprich, er betritt den Supermarkt zu Anfang des Buches, tätigt seinen Einkauf und verlässt den Supermarkt zu Ende des Buches. Damit hat David Wagner es geschafft, eine Tätigkeit, die wohl in Realität 20-30 Minuten dauert auf 160 Seiten Papier zu bannen.
Natürlich ist das ganze nicht so trivial, wie es nach dieser Einleitung erscheint. Der Protagonist steuert als erstes das Obst- und Gemüseregal an und sucht sich vier Äpfel aus. Er wiegt die Äpfel und siehe da - die vier Äpfel wiegen zusammen genau 1000 Gramm. Der namenlose Protagonist sieht dies als Anlass, seinen eigenen Einkauf zu reflektieren und aus einer anderen Perspektive zu betrachten. Er philosophiert über Lebensmittel und stellt Fragen an sich und den Leser. Wie viele Kühe sind an einem Liter Milch beteiligt? Warum gibt es Spinat nur in Ziegelsteinform? Und warum gibt es im Supermarkt nie die tollen Dosen-Pyramiden aus der Werbung?
Ein spannender, nachdenklicher und außergewöhnlicher Einkauf, der uns zeigt, wie eng Lebensmittel mit unserem Leben verknüpft sind.


REZENSION
Ein Buch, welches vielleicht eine Mischung aus Roman und Sachbuch darstellt. Wagner mischt Elemente des Erzählens mit Fakten, die er teils im Text, teils durch Fußnoten einstreut. Interessant ist natürlich besonders, dass hier das eher seltene zeitdehnende Erzählen vorliegt. Das Buch ist dennoch sehr einfach zu lesen. Das Schriftbild ist recht groß und jedes Kapitel behandelt eine neue Art Lebensmittel. Ein Kapitel ist damit meist nicht länger als zwei Seiten.
Die Spannung geht in diesem Roman sicherlich nicht von plot oder Protagonist aus. Das Interesse wird vielmehr dadurch geweckt, wie Wagner an dieses "einfache" Thema herangeht und mit welcher Leichtigkeit er die philosophische Komponente des Themas herausarbeitet. Der Protagonist ist hierbei nur mittel zum Zweck, bleibt aber durch die Ich-Perspektive (der Leser erfährt seine Gedanken und Erinnerungen) nicht schattenhaft. Vielmehr tut er einem sogar teilweise Leid, wenn ihn dieses oder jenes Lebensmittel an seine vergangene Liebe erinnert...
Wagners Schreibstil ist sehr eingängig und der Lesefluss wird durch die Fußnoten meiner Meinung nach nicht gestört. Wagners Beobachtungsgabe zeigt sich in vielen kleinen Details der Geschichte und manchmal hatte ich auch das Gefühl, der Autor würde mir mit einem Schmunzeln zuzwinkern...


FAZIT
Ein beeindruckendes Buch welches seinen Platz auf der Longlist des Deutschen Buchpreises 2009 sicherlich zu Recht bekam. Ein einfaches Thema innovativ und kurzweilig dargestellt. Auch wenn das Buch "nur" 160 Seiten hat - diese Investition lohnt sich!






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Das Cover entstammt den Pressematerialien der Rowohlt Verlagsseite

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Sebastian Faulks - Birdsong




AUTOR Chloe Aridjis | GENRE Historischer Roman
ERSCHEINUNGSJAHR 1993 | SPRACHE Englisch
VERLAG Vintage | SEITEN 528 | PREIS € 9,99 (TB, englische Ausgabe)

[Die deutsche Ausgabe mit dem Titel Gesang vom Großen Feuer ist momentan vergriffen.]


Kurzbeschreibung (original):
Set before and during the Great War, Birdsong captures the drama of that era on both a national and a personal scale. It is the story of Stephen, a young Englishman, who arrives in Amiens in 1910. Over the course of the novel he suffers a series of traumatic experiences, from the clandestine love affair that tears apart the family with whom he lives, to the unprecendeted experience of the war itself.

Kurzbeschreibung (deutsch, amazon.de):
Der Roman schildert das Schicksal des Engländers Stephen Wraysford während des Ersten Weltkriegs. Er ist Leutnant und liegt mit seiner Einheit in Frankreich an der Somme, wo er eine der größten Schlachten dieses Krieges miterlebt. Unvermutet wechselt dann der Schauplatz der Handlung von den Schlachtfeldern Flanderns in das England des Jahres 1978. Aus Anlaß des 60. Jahrestags des Waffenstillstands beginnt eine junge Frau, Nachforschungen über ihren Großvater Stephen anzustellen, der an dem schrecklichen Kriegsgeschehen beteiligt war.


Inhalt:
Stephen Wraysford ist ein junger Engländer, der 1910 nach Amiens in Frankreich reist, um vom Großindustriellen Rene Azaire mehr über Wirtschaft, Handel und Firmengeschäfte zu lernen. Er wohnt bei den Azaires zu Hause und entwickelt eine Freundschaft zu Azaire's Frau Isabelle.

1916. Wir befinden uns mitten im ersten Weltkrieg. Stephen ist mittlerweile Lieutenant in der Britischen Armee. Der Leser erfährt von den Lebensbedingungen im Krieg, von furchtbaren Schlachten und dem Einfluss des Krieges auf die Psyche der Soldaten.

1978. Ein zweiter Handlungsstrang beginnt. Der Krieg ist 60 Jahre vorbei. Die junge Frau Elisabeth, von ihrem bisherigen Leben teilweise frustriert und enttäuscht, stellt Nachforschungen an: Wie hat ihr Großvater zur Zeit des 1. Weltkrieges gelebt?

In insgesamt 7 Abschnitten, die abwechselnd im Krieg und 1978/79 spielen, zeichnet Faulks das Bild eines furchtbaren Krieges und seines (geringen?) Einflusses auf die Nachwelt.


Rezension:
Dies ist eindeutig ein Buch, was wahrscheinlich eher durch Aufmachung und Konzeption als durch Themenwahl besticht. Ein allwissender Erzähler führt uns durch die verschiedenen Zeiten, meistens aus Sicht von Stephen oder Elisabeth. Der Schreibstil ist weder poetisch noch sachlich. Faulks hat es geschafft, den Leser zu fesseln, ohne zu nüchtern oder zu emotionsgeladen zu schreiben.
Das Thema - der 1. Weltkrieg - ist meiner Meinung sehr authentisch dargestellt, wenn auch natürlich nicht vollständig oder in allen Aspekten. So fehlen zum Beispiel die ersten beiden Kriegsjahre in der Schilderung genau wie das Ausmaß der Gas-Attacken. Es wurden dennoch sehr viele unterschiedliche Aspekte des Krieges mit in die Handlung hinein gebracht und man merkt, dass Faulks fundiert für diesen Roman recherchiert hat.
Der Leser wird von Thema des Buches nicht zu sehr "erdrückt". Dies liegt meiner Meinung nach an der Idee mit den zwei Zeitebenen (1916/17/18 - 1978/79). Neben der Schilderung vieler Kriegsereignisse hat Faulks viel Wert auf Dialoge gelegt und man kann sich Situationen und Charaktere bildlich vorstellen. Die Spannung kommt auch bei dieser Geschichte nicht zu kurz - man will natürlich wissen, ob Protagonist Stephen es schafft, zu überleben.
Dies ist ein Buch mit vielen starken Aspekten - Figurengestaltung, Zeitgestaltung und die generelle Aufarbeitung des Themas sind sehr überzeugend. Faulks hat es geschafft, eine Balance zwischen der Härte des Krieges und einer Emotionalität zu schaffen, ohne den Leser zu ermüden. Auch das Ende ist für mich sehr gelungen. Allein Elisabeths Motivation, mehr über den Krieg herauszufinden, fand ich teilweise nicht recht nachvollziehbar.

Fazit:
Tolles Buch mit historischem Thema – spannend, emotional, aber auch informierend und nachdenklich stimmend. Faulks hat eine authentische Schilderung des 1. Weltkrieges geschaffen, die er mit persönlichen Geschichten verknüpfen konnte und die somit den Leser fesseln. Unbedingt lesenswert!

Anmerkung:
Ich habe dieses Buch auf Englisch gelesen. Eine deutsche Ausgabe ist unter dem (leider schlechten und unpassendem) Titel "Gesang vom großen Feuer" erschienen. Leider scheint die letzte Ausgabe gerade vergriffen. Für die englische Ausgabe sind gute bis sehr gute Englischkenntnisse erforderlich, da viel fachbezogenes Vokabular auftaucht.
Generell aber ein sehr lesenswerter Roman - das Buch hat es unter die Top 20 der beliebtesten Bücher der Briten geschafft und gilt im UK als must-read!


Mittwoch, 22. Dezember 2010

Ich lese gerade...

Nachdem ja in letzter Zeit so viele von dem Buch geschwärmt haben und ich eh noch ein Buch gesucht habe, um mich ein wenig auf Weihnachten und die Feiertage einzustimmen, war in heute in meiner Lieblingsbuchhandlung in der Heimatstadt und es durfte mit nach Hause und wird heute (gerade auf Seite 64) und morgen gelesen:


"Julia ist neidisch, dass ihr kleiner Bruder Olli einen mit Schokolade gefüllten Adventskalender bekommen hat und sie nur einen aus Papier. Aber das auf ihrem Kalender abgebildete Haus glitzert so silbrig und geheimnisvoll, dass Julia der Versuchung nicht widerstehen kann und das erste Fenster des Kalenderhauses öffnet. Da bemerkt Julia, dass das Haus bewohnt ist und sie die Menschen, die darin leben, besuchen kann. Ein ungewöhnliches Abenteuer beginnt..."


Cover von Buecher.de


Freitag, 17. Dezember 2010

Freitags-Füller #14

Letzter Arbeitstag heute. Gute Stimmung. Everybody's cheerful. Freitagsfüller von Barbara!
(fettgedruckt = meine Antworten)






1. Röhre in Stiefeln habe ich diesen Winter noch nicht getragen - lieber Rock mit Stiefeln =) .

2. Gestern lagen ganz viele Knallbonbons auf dem Tisch!

3. Wenn ich 3 Tage eingeschneit wäre könnte ich endlich mal einen Teil meines SuBs abbauen...

4. Englische Carols ist sind mein Favorit bei Weihnachtsmusik.

5. Nur noch eine Woche bis Weihnachten und mir fehlen noch ein paar Geschenke.

6. Ich habe genug von meiner blöden Erkältung...

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein gutes Buch zur späten Stunde , morgen habe ich exzessives Shopping geplant und Sonntag möchte ich den letzten Adventssonntag genießen !

Mittwoch, 15. Dezember 2010

Christmas 2.0

Habe ich heute auf YT gefunden. Einige von euch werden es wohl schon kennen...den anderen viel Spaß beim Anschauen!



Idee und Umsetzung stammt von ViralVideosNr1 auf YT!

Freitag, 10. Dezember 2010

Freitags-Füller #13

Diese Woche ist an mir vorbei gerast wie keine andere in der letzten Zeit - noch eine Woche arbeiten und die Weihnachtsferien stehen vor der Tür. (Noch 11 Tage und ich bin wieder in Deutschland - krass.)
Gerade noch rechtzeitig habe ich an den Freitags-Füller gedacht!
Das Original könnt ihr wie immer bei Barbara sehen.
(fettgedruckt = meine Antworten)





1. Im Allgemeinen finde ich den Schnee eigentlich nicht schlecht .

2. Die Ideen habe ich schon für Weihnachtsgeschenke in diesem Jahr ...jetzt muss ich nur noch schauen, wo ich die Sachen besorgen kann...

3. Bei diesem Wetter brauche ich jeden Tag rutschfeste Schuhe - denn hier in England wird ja nicht gestreut...

4. Die vielen Proben für das Krippenspiel , das erinnert mich sehr an Weihnachten in meiner Kindheit =)

5. Mein Auto ist ein theoretischer Ausdruck, der vielleicht in 10 Jahren mal Realität wird .

6. Jeder Tag vergeht zu schnell !

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein paar Seiten in Birdsong , morgen habe ich einen Ausflug in die Yorkshire Dales geplant und Sonntag möchte ich den lokalen Weihnachtsmarkt besuchen !

Freitag, 3. Dezember 2010

"Stuck in Snowhere"

What a snow storm in Leeds on Wednesday! I wish I had taken more pictures of the chaos....




In Skipton, the situation was not as bad. And it actually looks quite pretty with all the snow:





Dienstag, 30. November 2010

...and nothing is illuminated...

Morgen ist Dezember, wir haben den 1.Advent hinter uns, die Weihnachtsmärkte sind eröffnet und auch im Supermarkt schreit es schon seit Längerem nach Weihnachten. Und nun ist sogar eine schöne Schneedecke da, die ihren Teil für die vorweihnachtliche Stimmung erfüllt.

Aber...

Wo bleiben die ganzen Lichter? Nun ja, die Stadt hat ein paar bunte Leuchtelemente aufgehängt, aber die Bevölkerung scheint hier kein großes Interesse an Lichtern zu haben. Niemand schmückt seine Fenster, niemand stellt Lichterbögen auf, niemand hängt Lichterketten in seine Sträucher oder Tannen. Alle Fenster sind dunkel und leer. Und die Supermärkte verkaufen keine Adventskränze...

Ich hätte nicht gedacht, dass mir soviel an diesen kleinen Lichterchen liegt. Ich vermisse sie wirklich. Wie gern hätte ich jetzt einen leuchtenden Papierstern in meinem Fenster hängen.

Ich habe gerade auf Flickr nach ein bisschen Inspiration und Helligkeit gesucht.
Damit zumindest mein Blog ein wenig leuchtet.






Teaser Tuesday #5

Ich hatte gerade unheimlich Lust, was zu posten. Leider aber gerade nicht die Zeit für eine Rezension (The Land as Viewed from the Sea wartet noch...). Wie gut, dass heute Dienstag ist - der Teaser Tuesday kommt mir sehr gelegen!
Das Original ist von Should be Reading. Hier noch einmal die Regeln, falls jemand Lust hat, mitzumachen:
  • Nimm das Buch zur Hand, was du gerade liest.
  • Öffne es auf irgendeiner Seite.
  • Schreibe zwei (2) Sätze von dieser Seite in deinen Teaser Tuesday - Post.
  • Keine Spoiler! (Pass auf, dass deine Sätze nichts / nicht zu viel verraten.)
  • Nenne Autor und Buch, wenn du magst auch das Cover deiner Auflage.
  • Ein Kommentar / Link auf der Should be Reading Seite ist natürlich willkommen.







Isabelle had grown increasingly quiet. She wished Stephen would catch her eye or give some indication in his manner that everything was alright. (p. 68)








Freitag, 26. November 2010

Ich lese gerade...


Set before and during the Great War, Birdsong captures the drama of that era on both a national and a personal scale. It is the story of Stephen, a young Englishman, who arrives in Amiens in 1910. Over the course of the novel he suffers a series of traumatic experiences, from the clandestine love affair that tears apart the family with whom he lives, to the unprecendeted experience of the war itself.

Sonntag, 21. November 2010

15/11/2010 - 21/11/2010

Es ist Sonntag abend, ich habe gerade ein bisschen Zeit zum Faulenzen - und für einen Wochenrückblick.

GESEHEN | Countdown (nette englische Quizshow, in der es um Wörter geht..)
GEHÖRT | The Hundred in the Hands auf YT entdeckt, wird jetzt noch ein wenig weiter reingehört
GELESEN | The Land as Viewed from the Sea von Richard Collins
GETAN | zum ersten Mal in meinem Leben Poker gespielt
GEGESSEN | Doughnuts!
GETRUNKEN | Scrumpy Cloudy Cider
GEDACHT | jetzt schon total in Weihnachtsstimmung - schöön!
GEFREUT | entspannendes WE gehabt
GEÄRGERT | ein bisschen zuviel Kopfweh...
GEWÜNSCHT | mehr Organisationstalent ;-)
GEKAUFT | muffin tray > wartet auf den ersten Besuch im Ofen =)
GEKLICKT | bbc.co.uk (man muss jetzt ja über Kate & William auf dem Laufenden sein!)

Dienstag, 16. November 2010

Saltaire - UNESCO World Heritage Site

Letzten Samstag war ich mit vielen anderen Language Assistants in Saltaire. Das Wetter war wie immer so lala (Sonne, Regen, Sonne, Regenbogen), aber wir hatten unseren Spaß. Was an Saltaire so besonders ist? Einfach den folgenden Text lesen ;-)

Last Saturday, I had a day trip to Saltaire with many other language assistants. The weather was so-so (sun, rain, sun, rainbow), but we definitely had fun. What is so special about Saltaire? Well, read the following text and you'll find out ;-)



Saltaire ist ein kleiner Ort in West Yorkshire, der im 19. Jahrhundert vom Großindustriellen Titus Salt gegründet wurde. Und weil der Herr Salt schon ein bisschen egoistisch war und die Siedlung am Fluss Aire lag, hat er seinen Ort Saltaire genannt. Und noch ein paar andere Dinge in Saltaire zeigen, wer hier lange Zeit der Boss war:

Saltaire is a small town in West Yorkshire which was founded by industrial magnate Titus Salt in the 19th century. As the town is situated at the river Aire and because Titus Salt was a bit of an egoist, he named his town Saltaire. And, to be honest, there is more than one location in Saltaire which tells you about the founder of the town:

Statue N°1 ...

Statue N°2...

... he even named the streets after himself and his family!

Sir Titus Salt Hospital (now converted to flats)

Titus Salt hatte schon im nahegelegenden Bradford recht viel Erfolg mit seiner Wollfabrik. Aber Bradford bat ihm nicht die Möglichkeiten, seine Produktionsstätten zu expandieren. Deshalb baute er 1853 nordwestlich von Bradford eine neue Mill (Wollfabrik). Und damit ihm keiner seiner Arbeiter beim Umzug abhanden kam, baute er auch gleich die Häuser für seine 3000 Arbeiter dazu. Diese neue Wollfabrik war - flächenmäßig gesehen - zum damaligen Zeitpunkt weltweit die größte.

Titus Salt was already quite successful with his wool mill in Bradford. But Bradford didn't offer him the possibilities to expand his business. This is why, in 1853, he decided to built a new mill some miles away from Bradford. And to make clear that none of his employees left the business, he built houses for his 3000 employees aswell. At that point in time, Titus Salt's new wool mill was the biggest one worldwide with respect to the surface area.

parts of the mill

Aber Titus Salt baute nicht nur die Häuser für seine Arbeiter, er dachte an alle wichtigen Einrichtungen einer neuen Siedlung: Kirche, Schule, Krankenhaus, Armenhaus, Parkanlagen, Waschhaus, Bibliothek und eine Town Hall mit Konzertsaal für kulturelle Veranstaltungen. Auf einen Pub verzichtete er allerdings (man weiß bis heute nicht so genau, warum). Für die damaligen Verhältnisse war die Bauweise der Siedlung mustergültig. Titus baute große Häuser, alle mit fließendem Wasser und baute recht breite Straßen. Aufgrund der Mustergültigkeit dieser Siedlung, die komplett im viktorianischen Stil gebaut wurde, und aufgrund ihrer Bedeutung auf dem Weg zur Industrialisierung, wurde Saltaire 2001 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.

But Titus Salt did not only built homes for his employees, he also kept in mind to provide all the important facilities of a new community: a church, a school, a hospital, a workhouse, some nice parks, a washhouse, a library and a Town Hall as a place for cultural events. But, strangely enough, he refused to built a public house (and no one knows why). With regard to the housing conditions of the time, Titus Salt's settlement was exemplary: Every house had running water and the streets in Saltaire were really broad for the time. And because of being so exemplary in terms of architectural style (Victorian) and in terms of being a signpost on the way to industrialisation, Saltaire was honoured as a world heritage site in 2001 by the UNESCO.

the workhouse
(such pretty places for the unemployed!)


the church

lovely pavillon in the park

the Town Hall

Der Löwe, den ihr auf dem Bild oben sehen könnt, ist übrigens einer von vier (Modell-)Löwen, die als Quartett am Wettbewerb für die Löwen am Trafalgar Square in London teilgenommen haben. Dieses Quartett hier gewann aber nicht. Bevor jedoch die Modelle zerstört werden konnten, schnappte sich Titus die vier Löwen und stellte sie in seiner Stadt auf....

The lion which you can see on the picture above actually belongs to a quartet of (model) lions that took part in the competition for the lions on Trafalgar Square in London. But these lions here did not win. However, they were lucky as they were not destroyed - Titus came along, bagged them and erected them in his town...

Seit 1986 ist die Fabrik nicht mehr in Betrieb. Heute dient sie als Kunstgalerie und Restaurant. Außerdem gibt es dort einige ausgewählte Einkaufsmöglichkeiten, wie zum Beispiel einen Buchladen und Kunsthandwerk. Ich habe mir auch etwas von dort mitgenommen:

Since 1986, the mill has not been in use anymore. Today, it serves as a place for art galleries and as a restaurant. Moreover, there are some exclusive shops in the mill today, like a book shop or a shop for arts and crafts. I couldn't help bying something:


a really cool book (with funny drawings)
about everything you have to know about British History!


Sonntag, 14. November 2010

Remembrance Day / Poppy Day

Heute war Remembrance Day im UK. Das deutsche Equivalent ist der Volkstrauertag. Allerdings kann man die beiden Feiertage sonst nicht so wirklich vergleichen.
Schon seit circa zwei Wochen wird sich hier 'auf diesen Tag vorbereitet'. Sprich: seit zwei Wochen gibt es überall im Fernsehen Dokumentationen über den ersten und den zweiten Weltkrieg, Soldaten sind in einer Woche durch ganz England marschiert (1000 Meilen) und man konnte überall kleine Mohnblumenanstecker kaufen (man gibt eine Spende), die als Symbol für den Remembrance Day stehen. Deshalb wird der Tag auch Poppy Day genannt. Googelt mal das Gedicht 'In Flanders Fields', dann wisst ihr warum. Seit circa einer Woche läuft hier jeder mit so einem Anstecker herum und alle wichtigen Leute im Fernsehen tragen so einen Anstecker. Ich habe mir auch einen erspendet (siehe unten). Heute gab es dann in den größeren Städten hier im UK eine Remembrance Parade, um der Gefallenen zu gedenken, und im Radio wurde berichtet, wie die Queen den heutigen Tag verbringt.

Today, it was Remembrance Day in the UK. Already two weeks ago, the British started to get prepared for this day. There were documentations about WWI and WWI broadcasted across all channels on TV, British soldiers did a 1000-mile walk and you could buy small poppy pins everywhere (for a small donation). This is why today's day is sometimes called Poppy Day. There is a famous war poem called 'In Flanders Fields' which explains the reference to poppies. For the last seven days, everyone (and especially important people on TV) have been wearing such a poppy. I got one as well. Today, there were Remembrance Parades in the bigger cities to mourn all the dead soldiers and you could listen to the radio in order to find out what the Queen did the whole day long...

my poppy

Am Donnerstag, 11.11.2010, hat sich auch in der Schule alles um dieses Thema gedreht. Seit 8:40 Uhr morgens hat die Blechbläserband der Schule traurige Lieder gespielt, es gab eine Art Gottesdienst und um 11 Uhr gab es die offizielle 2-minütige-Schweigeminute. Weil sich der Gottesdienst ein wenig verzögert hat, fand die Schweigeminute dann um 11:10 Uhr statt. Das fand ich besonders krass, weil ich ja wusste, dass genau um die gleiche Zeit in Deutschland der Beginn der Karnevalszeit gefeiert wurde. Seltsamer Tag.

On Thursday November 11, remembrance was a big topic in the school where I work. The school brass band started playing mournful songs at 8:40h in the morning and there was a speech of the head teacher and a kind of church service. Really everyone (!!) wore a poppy pin. At 11:10 am, there was an official 2-minute silence. I found this especially strange as I knew that at 11:11 am in Germany, the Carnival season started and everyone must have been quite cheerful. ...Strange day.


Dienstag, 9. November 2010

Remember, remember the fifth of November!

Letztes Wochenende, genauer gesagt letzter Freitag, wurde hier im UK die Bonfire Night / Guy Fawkes Night gefeiert. Und natürlich waren wir FLA's dabei. Das ganze geht zurück auf Guy Fawkes und seinen Gunpowder plot. Der liebe Guy und seine Kumpels wollten nämlich am 5. November 1605 das britische Parliament plus Königsfamilie mit Schießpulver in die Luft sprengen, weil sie den protestantischen und schottischen König überhaupt nicht leiden konnten.

Leider (?) wurde die Bande aber verraten und Guy, der auf die Fässer aufpassen musste, wurde am 4. November mitsamt den Fässern entdeckt und festgenommen. Das große Feuerwerk blieb damals also aus und Guy sowie seine Kumpels wurden später hingerichtet. Als Erinnerung an die ganze Sache und vielleicht als Entschädigung für das große Feuer/Feuerwerk, das damals ausblieb, finden heutzutage hier in England überall am 5. November große Feuer (ungefähr so wie bei uns zu Ostern) und große Feuerwerke statt, die größer sind als am New Year's Eve. Wer mehr zu dem Thema erfahren möchte, sollte dieses Video anschauen - es ist eine ironische Dokumentation der ganzen Angelegenheit. Produziert von BBC und sehr amüsant. Ansonsten hier ein kurzer Blick auf das Bonfire und das Feuerwerk:



Last weekend, or to be more exact on Friday 5th, we celebrated the Bonfire / Guy Fawkes Night in Leeds with several other language assistants from France, Spain, Paraguay and Germany. The whole thing is based on Guy Fawkes and his gunpowder plot. On November 5 in 1605, nice chap Guy and his fellow mates tried to blow up the British Parliament and the Royal Family with the help of a lot of gunpowder, because they didn't like the British King James I, as he was a Protestant and a Scot (bad thing at the time).

Unfortunately (?) the gang was betrayed and Guy, who had to look after the barrels of gunpower, was discovered on November 4 and arrested. Therefore, the big 'firework' didn't take place and Guy as well as his fellow mates were executed later on. As a remembrance of the whole thing and as a compensation for the missed fire / firework in 1605, everywhere in Britain there are fires and fireworks lit in the parcs on November 5. For the British, these fireworks are even more important than the ones at New Year's Eve. If anyone should be interested in finding out more about Guy Fawkes and his gunpowder plot, I recommend this video which is an ironic documentation of the story produced by BBC.

Montag, 8. November 2010

Halloween in Leeds

Mensch, Halloween war wirklich ne große Sache hier in England und nicht zu vergleichen mit dem Abklatsch in Deutschland! Alle (wirklich alle!) sprechen davon, die Supermärkte sind dekoriert und man konnte schon seit Anfang Oktober überall Kostüme kaufen.
Am Halloween-Wochenende gab es hier einen Einkaufsstress wie bei uns zu Weihnachten und manche Leute sind sogar schon nachmittags verkleidet durch den Supermarkt gelaufen. Zu den Kostümen ist zu sagen, dass sich das ganze nicht (mehr?) auf furchterregende Outfits beschränkt ist.

As easily imagined, Halloween really was a big thing up here. Everyone was speaking about it weeks before, all the supermarkets were decorated like mad and the first costumes have been already offered at the beginning of October.
At the actual Halloween weekend, many people were stressed out with going shopping and heading to the supermarkets. Some have already been wearing they costumes in the afternoon! Concering the costumes, it's not only about the fear factor anymore, like you could easily recognize:

popular outfit

Zwar konnte man ziemlich viele Vampire, Teufel, Grufties, Mumien, Zombies und Hexen sehen, aber besonders viele englische Frauen haben das Ereignis als Anlass gesehen, mal wieder in Unterwäsche durch die Stadt zu laufen...
Mir ist aber auch aufgefallen, dass hier fast weniger Kürbisse vor den Häusern stehen als in Deutschland (obwohl einem hier die Kürbisse zu Spottpreisen hinterhergeworfen worden sind).

Well, there were many vampires, devils, goths, mummies, zombies and witches, but most of the British women considered the event as a good occasion to present their underwear in the streets....
What I also recognized was that actually there were less pumpkins on the doorsteps here than there were back in Germany (although you could buy pumpkins here at real bargain prices!).

Jedenfalls war uns Language Assistants ziemlich schnell klar, dass wir an diesem Großevent teilnehmen mussten und so zogen wir Samstag Abend Richtung Leeds downtown, wo wir in einer Halloween-mäßig dekorierten Bar gefeiert haben.

Anyway, we language assistants decided quite early that we definitely had to take part in this big event. This is why we went to Leeds city centre on Saturday night in order to spend the night in a bar with some nice Halloween decoration.

any guesses about my costume?

Die ehemaligen Kirchen, die hier zu Diskos umgewandelt wurden, waren an diesem Tag natürlich maßlos überfüllt....Beendet haben wir den Abend mal wieder mit fast food - stellt euch mal einen recht großen McDonalds vor, komplett überfüllt mit verkleideten, etwas derangiert aussehenden Leuten. Ja, so war das. Danke für den tollen Abend!

The former churches, which have been converted to clubs during the last years, were - quite obviously - totally crowded that night. We finished the night with fast food - imagine being in a big McDonalds, completely crowded by disguised and displaced people. Well, thanks for the awesome night everybody!



Dienstag, 2. November 2010

Paulo Coelho - Brida

Ich weiß, die Bücherfreunde unter euch haben nun ganz schön lange auf eine Rezension warten müssen. Ehrlich gesagt lese ich momentan nicht viel - mein eigenes Leben ist gerade so interessant, dass ich nicht das Bedürfnis verspüre, mich in fremde Welten zu verkriechen ;-) Aber das ein oder andere Buch lese ich natürlich doch. Stellvertretend für den Oktober stelle ich euch heute Brida von Paulo Coelho vor:


Autor: Paulo Coelho | Genre: Roman / Belletristik
Deutsche Erstveröffentlichung: September 2008
Verlag: Diogenes | Seiten: 250 | Preis: 9,90 € (Taschenbuch)



Kurzbeschreibung:


»Aber woran erkennt man den Mann oder die Frau seines Lebens?«, fragte Brida. »Du musst etwas riskieren«, war die Antwort. »Dabei wirst du oft scheitern, du wirst enttäuscht werden, desillusioniert. Aber wenn du nie aufhörst, nach deiner Liebe zu suchen, wirst du sie am Ende finden.« Eine bewegende Geschichte über Liebe, Mut und eine spirituelle Form der Erotik.

Inhalt:
Brida ist eine junge Irin, die ihren Platz im Leben sucht. Eigentlich hat sie ein gutes Leben: sie studiert, sie hat einen Freund und sie ist eine sehr hübsche junge Frau. Doch die Frage nach dem Sinn in ihrem Leben und die Frage nach der großen Liebe treiben Brida in die Welt der Magie und der Spiritualität.
Brida lernt einen Magier und eine Hexe kennen und wird durch sie in eine Welt geführt, die ihr vorher verschlossen blieb. Sie lernt viel über die urtümliche Verbundenheit von Mensch und Natur, über alte Weisheit und über die große Liebe - die Seelenverwandtschaft. Wird Brida ihren Seelenverwandten finden?

Rezension:
Zugegebenermaßen, wenn ich nicht gewusst hätte, dass dieser Roman von Paulo Coelho geschrieben wurde, so hätte ich ihn vielleicht nicht gelesen.
Das Thema dieser Geschichte ist wohl nicht unbedingt massentauglich - nicht jeder kann mit Spiritualität und Magie etwas anfangen. Und ich muss gestehen, dass auch ich anfangs meine Probleme damit hatte. Man kommt aber generell recht schnell in die Geschichte hinein - Coelho weiß eben, wie man eine Geschichte zu erzählen hat.
Besonders der Hauptcharakter Brida ist faszinierend und für mich persönlich ging die Spannung des Buches von der Entwicklung Bridas aus. Die Beschreibungen der Natur haben mir auch zugesagt, leider driftet Coelho aber teilweise ins Kitschige ab.
Die Handlung ist recht simpel gehalten und aufgrund der begrenzten Anzahl der Charaktere vorhersehbar. Dafür konnte Coelho mehr Fokus auf die Philosophie der Geschichte - die Spiritualität und Seelenverwandschaft - legen. Ich persönlich fand die Idee des Romans interessant. Besonders dadurch, dass Bridas Freund Physikstudent ist, gewinnt das Ganze durch die verschiedenen Weltansichten an Tiefgang. Das Ende ist dann leider wieder ziemlich schwach.

Fazit:
Ein schöner Roman für zwischendurch, der besonders durch seine Hauptfigur Brida an Farbe gewinnt. Wer allerdings für alles Übernatürliche nichts übrig hat, der wird wahrscheinlich keine Freunde an diesem Buch finden.

Montag, 1. November 2010

Yeo Valley!



Recently seen on telly and now discovered on youtube - nice ad for a British organic milk company (Biomilch) =)

Sonntag, 31. Oktober 2010

25/10/2010 - 31/10/2010

Mein erster Monat in England ist vorbei. Routine ist noch lange nicht angesagt! Es passiert so viel und keine Woche ist wie die andere. Diese Woche war ich in Schottland und dementsprechend wenig online unterwegs. Reisebericht und Fotos kommen noch, hier erstmal ein kleiner Wochenrückblick:


GESEHEN |
die höchsten Berge Schottlands!
GEHÖRT | Kennt ihr die Titelmelodien von Kinderserien? Sowas wie Glücksbärchis? Genau das.
GELESEN | Richard Collins - The Land as Viewed from the Sea
GETAN | das verrückteste MauMau-Spiel aller Zeiten gespielt
GEGESSEN | viel.
GETRUNKEN | Pear Cider (ziemlich süß, wahrscheinlich Mädchen-Getränk)
GEDACHT | Warum nur eine Woche Ferien?
GEFREUT | richtig tollen Urlaub gehabt!
GEÄRGERT | immer noch kein Geld aufm Konto...
GEWÜNSCHT | 48-Stunden Tage
GEKAUFT | Halloweenkostüm ;-)
GEKLICKT | youtube rauf und runter

Samstag, 30. Oktober 2010

Freitags-Füller #12

Hui, die Zeit rast und der November steht schon vor der Tür! In den Schulen, in denen ich arbeite, habe ich mittlerweile ganz gut zu tun und auch die Wochenenden sind immer verplant =) Ich habe schon viele nette Leute kennengelernt und bin fast ein wenig traurig, dass schon ein ganzer Monat vergangen ist. Da ich diese Woche frei hatte (Herbstferien!), habe ich mal wieder ein wenig Zeit für den aktuellen Freitags-Füller von Barbara:
(fettgedruckt = meine Antworten)




1. Lieber November, bitte sei dieses Jahr nicht ganz so regnerisch!

2. Eine Woche frei ist immerhin besser als nichts. (Zwei Wochen wären super gewesen ;-)

3. Halloween wird dieses Jahr im ganz Großen Stil gefeiert!

4. Bratapfel schmeckt im Winter am besten.

5. Ich schaue aus dem Fenster und sehe eine Bushaltestelle und einen Berg.

6. Busfahren ist hier so anstrengend , aber muss das denn wirklich sein ?

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf ein wenig faulenzen, morgen habe ich einen Besuch auf einer Halloween-Party geplant und Sonntag möchte ich am liebsten ein wenig spazierengehen !


Freitag, 29. Oktober 2010

York

Am 9. Oktober bin ich mit mehreren anderen Assistants aus Leeds und Umgebung nach York gefahren. Das ganze wurde organisiert vom FLAC (Foreign Language Assistants Committee) der Uni Leeds und so trafen wir uns um 10 Uhr am Bahnhof in York mit circa 20-30 anderen Assistants aus Spanien, Frankreich, Österreich und Deutschland.
Das Wetter war nicht ganz so toll (kein Regen, aber bewölkt und recht kalt) und so war der erste Eindruck von York nicht ganz so eindruck-svoll, wie ich es mir vorgestellt hatte:

On October 9, I went to York with some other Foreign Language Assistants from Leeds and the surrounding areas. There's a committee at Uni Leeds which organised the trip for us. We (20-30 people from Austria, Spain, France and Germany) met at the station in York at about 10 o'clock. The weather was not so nice (cloudy and rather cold), so the first impressions of York were not that impressive like I imagined them to be:

[you can click on the pictures to get a better view]

first impressions


Da unsere Stadtführung erst am Nachmittag stattfinden sollte, entschieden sich viele, ins Museum zu gehen. Manche bevorzugten das Railway Museum (free entry), der große Teil der Gruppe machte sich aber auf zum Castle Museum, welches die Kultur und das Leben in England über die Jahrhunderte hinweg dokumentiert.

As we were told that a tour around the city was planned for the early afternoon, we decided to go to a museum first. Some decided to go to the Railway Museum (free entry), but most of us went to the famous York Castle Museum, which presents English history, culture and life throughout the centuries.


Clifford's Tower (in front of Castle Museum)

Castle Museum

Das Castle Museum ist zwar nicht (wie viele andere Museen im UK) umsonst, allerdings muss man nur einmal zahlen und alle Besuche danach sind dann umsonst! Und, ehrlich gesagt, ein Besuch ist echt zu wenig um das ganze Museum zu schaffen. Am Ende konnte ich mir die Info-Tafeln nicht mehr durchlesen...

The Castle Museum was not free (like many other English museums), but you only have to pay once and afterwards you can visit the museum again for free! And, to be honest, one visit is definitely not enough to get through the whole exhibition. In the end I was more or less tired of reading and headed to the exit...


vacuum cleaners!

living room from the 50s

some kind of loo...

remake of a medieval street

ghost in the dungeon

Nach circa 2,5 Stunden (aber gefühlten 4 Stunden Museum) sind wir dann ins Zentrum von York gegangen um etwas zu essen. Ich habe mir mal wieder eine Pasty ausgesucht - ich liebe diese gefüllten Blätterteig-Dinger ;-)

After about 2 hours in Castle Museum (which actually felt like 4 hours), we went to the city centre in order to eat something. I chose some pasty (my favourite 'fast food' at the moment).


Schließlich haben wir uns vor der Art Gallery getroffen, um an der Stadtführung teilzunehmen.

Finally we went to the Art Gallery as it was the meeting point for our guided tour through York.

bubble bath fountain (?), maybe some student joke

Die Stadtführung war erfreulicherweise auch umsonst, aber auch nicht soooo sonderlich spannend. Der betagte Herr konnte zwar viel über die Geschichte von York erzählen, aber leider tat er das ziemlich leise und in einem monotonen Ton. Naja, zumindest habe ich dadurch ganz schön viel von York gesehen. Auf dem York Minster war ich noch nicht, ich werde bestimmt bei sonnigem Wetter nochmal wieder kommen und mir die Stadt genauer anschauen!

The guided tour was free, but it was actually not so exciting. Our elderly city guide definitely knew a lot about the city, but unfortunately he spoke a bit monotonously and too quietly. But, anyway, now I know at least some of the very famous buildings in York and got an impression of the city. I haven't been up on the Minster yet, so I think I'll come back sometime in the future when it will be a bit sunnier!


medieval tower

very old stones

St. Mary's Abbey

The City Walls

York Minster

town gate

The Shambles (famous medieval street)