Samstag, 28. August 2010

Ich lese gerade...

Lange bin ich drum herum geschlichen, jetzt war es endlich in der Stadtbibliothek mal nicht ausgeliehen. Momentan habe ich ein Drittel durch. Es gefällt mir gut, aber es haut mich nicht um. (Soviel zum ersten Eindruck, auch von mir wird's hierzu dann noch eine Rezension geben).


"Manche Bücher sind anders als andere Bücher.
Manche Bücher haben magische Kräfte.
Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen . . .

Von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle "Buch der Antworten" finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna - immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der Vergessenen Bücher..."


Coverbild von Buecher.de

50mm

Kurz vor meinem Urlaub habe ich mir selbst als Belohnung für den Abschluss meines BA-Studiums ein zweites Objektiv geleistet. Natürlich das vielumschwärmte 50mm/1,8 Festobjektiv. Da ich in letzter Zeit irgendwie nicht dazu kam, hier ein paar neue Fotos von mir hochzuladen, lasse ich euch heute an den ersten Testschüssen (in den Spiegel) teilhaben.




Dora Heldt - Urlaub mit Papa


AUTOR Dora Heldt | GENRE Belletristik / Unterhaltung
ERSCHEINUNGSJAHR 2008 | SPRACHE Deutsch
VERLAG dtv | SEITEN 320 | PREIS 7,95 € (TB)

INHALT
Eigentlich hatte Christine alles anders geplant. Sie wollte einige ruhige Tage auf Norderney verbringen und nebenbei ihrer Freundin Marleen bei der Renovierung ihrer neuen Bar helfen. Doch als Christines Mutter endlich den ersehnten Knie-OP Termin bekommt, gibt es nur eine Lösung: der Papa muss mit auf die Insel. Christines Papa Heinz (73) ist eigentlich noch ziemlich rüstig - das sollte also kein Problem sein - aber er hat seine eigene Sicht auf die Dinge....
Ein turbulenter Urlaub beginnt, in der Papa Heinz sein kriminalistisches Talent entdeckt und Christine noch mit ganz anderen Sachen zur Weißglut bringt...


REZENSION
Für mich war dieser Roman eine Überraschung. Hatte ich doch zunächst an einen typischen Frauenroman gedacht, so entpuppte sich das Buch beim Lesen als toller Unterhaltungsroman, der meinen Humor ziemlich gut traf und gleichzeitig Urlaubsstimmung verbreitete.
Zugegeben, die Ideen dieses Romans sind wahrscheinlich nicht neu und das Verhalten von Papa Heinz manchmal ein bisschen vorhersehbar, aber insgesamt hat Dora Heldt gerade mit Heinz einen tollen Charakter entworfen. Der Schreibstil dieses Romans ist passend zum Genre recht locker und flüssig, aber nicht zu übertrieben gestaltet. Die Handlung ist teilweise vorhersehbar, insgesamt schafft es Dora Heldt dann aber doch, Spannung aufzubauen, indem sie Heinz und seine Kumpels an einen 'Kriminalfall' geraten lässt.
Natürlich gibt es auch hier die typische Klischee-Charaktere am Rande und das notwendige Happy-End. Am Ende ging mir auf die Auflösung der offenen Fragen ein bisschen zu schnell. Auch wurde mir ein bisschen zu viel geraucht in diesem Roman. Und noch ein Wort zu Heinz: er ist wahrscheinlich einer derjenigen Charaktere, die die Lesergemeinschaft ein bisschen spalten. Wer viele Unterhaltungsroman liest, und weiß, dass man nicht alles auf die Goldwaage legen sollte, der wird Heinz lieben. Wer Heinz' Verhalten im Buch allerdings für bare Münze nimmt, der wird sich wahrscheinlich nur aufregen und dementsprechend weniger Freude an diesem Buch haben...


Fazit:
Ein amüsanter Unterhaltungsroman, der sein volles Potential entwickelt, wenn man ihn nicht allzu ernst nimmt und der definitiv Lust auf Insel-Urlaub macht!






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Das Coverbild entstammt der dtv Verlagsseite.

Montag, 16. August 2010

Sonntag, 15. August 2010

Wochenrückblick

Mein kleiner Wochenrückblick und tadaa: mein 200. Post!

GESEHEN | Effi Briest (Julia Jentsch ist ganz toll!)
GEHÖRT | Sophie Kinsella's Charleston Girl - noch 5 Kapitel zu hören
GELESEN | Frostfeuer von Kai Meyer & Urlaub mit Papa von Dora Heldt
GETAN | Endlich mal wieder laufen gewesen. Und natürlich Muskelkater bekommen...
GEGESSEN | vegetarische Currywurst mit selbstgemachter Currysoße, lekker.
GETRUNKEN | Malzbier
GEDACHT | in einer Woche bin ich auf Norderney =)
GEFREUT | getting things settled...
GEÄRGERT | nachdem der Hinterreifen platt war, war es nun der Vorderreifen...
GEWÜNSCHT | Sonne. Bittebitte!
GEKAUFT | Flugticket
GEKLICKT | i can read: einer meiner Lieblings-tumblr-blogs

Kai Meyer - Frostfeuer




Autor: Kai Meyer | Genre: Jugendbuch / Fantasy
ErstveröffentlichungJuni 2005 | Verlag: Loewe
Seiten: 304 | Preis: 6, 95 € (HC), 7, 95€ (TB)

Kurzbeschreibung:
"Wo Nacht und Norden enden, liegt über Nebeln die Feste der Schneekönigin. Niemand hat ihr eisiges Reich je vermessen. Keiner geht ohne guten Grund dorthin. Und kaum jemand ahnt, dass ihr Palast auch heute noch dort steht, auf der letzten und höchsten aller Klippen, wo Stein und Eis zu Ewigkeit verschmelzen."

Inhalt:
Maus, der Mädchenjunge, arbeitet als Schuhputzer in einem reichen Hotel namens Aurora in Sankt Petersburg. Maus ist ein schüchternes Mädchen, welches im Hotel geboren wurde und dieses noch nie verlassen hat. Sie wird von den Pagen und Liftboys schikaniert und hat nur einen Freund: den Tänzer Kukuschka.
Eines Tages, im bitterkalten Winter, betreten zwei besondere Gäste das Aurora: die Schneekönigin sowie die junge englische Magierin Tamsin Spellwell. Maus freundet sich mit Tamsin an, doch sie gerät schnell zwischen die Fronten der beiden mächtigen Frauen, denn Tamsin hat etwas geklaut, was die Schneekönigin unbedingt wieder bekommen möchte....Hat Maus den Mut, das Richtige zu tun?

Rezension:
Erst einmal: Was für ein Setting! Die FAZ verspricht nicht zu viel, wenn sie von 'pittoresken Milieus' spricht. Die Darstellung des alten ehrwürdigen Hotels in der Kulisse eines bitterkalten Winters in Sankt Petersburg hat mir sehr gefallen. Ich konnte sehr gut in die Geschichte eintauchen und mich mit der Hauptfigur, dem Mädchen Maus, identifizieren. Die Schneekönigin und die Magierin Tamsin Spellwell sind tolle Charaktere und es hat mir sehr gefallen, dass die beiden weder komplett gut noch komplett böse sind. Es ist faszinierend zu sehen, wie Kai Meyer nur einen Ort (das Hotel), eine Handvoll Figuren sowie ein paar Tage benötigt, um eine derart tolle und spannende Geschichte zu erzählen. Der Sprachstil ist flüssig, die Kapitelüberschriften erzeugen Spannung, ohne zu viel zu verraten. Auch hat mir gefallen, dass die phantastischen Elemente in mehr oder weniger reduzierter Form auftauchen und mit der Realität verknüpft werden - diese Art von Fantasy lese ich gerne.
Natürlich erkennt man an einigen Stellen, dass das Buch ein Jugendbuch ist. Der historische und politische Hintergrund der Geschichte - der Sturz des Zaren & die Bewegung des Nihilismus - ist sehr reduziert dargestellt. Da habe ich mich schon gefragt, inwieweit das ganze verständlich ist. Auch ging mir die Auflösung von Fragen und Problemen am Schluss ein wenig zu schnell.

Fazit: Eine spannende Geschichte, auch für Leser die nicht unbedingt ein Faible für Fantasy haben. Interessante Charaktere, detaillierte Beschreibungen - ein tolles Leseabenteuer.


Dienstag, 10. August 2010

Ich lese gerade...


"Wo Nacht und Norden enden, liegt über Nebeln die Feste der Schneekönigin. Niemand hat ihr eisiges Reich je vermessen. Keiner geht ohne guten Grund dorthin. Und kaum jemand ahnt, dass ihr Palast auch heute noch dort steht, auf der letzten und höchsten aller Klippen, wo Stein und Eis zu Ewigkeit verschmelzen."


Mein erstes Buch von Kai Meyer. Momentan in der Mitte des Buches angelangt. Und schon mal ziemlich begeistert.

Cover von amazon.de

Montag, 9. August 2010

Harald Braun - Der mieseste Liebhaber der Welt





AUTOR Harald Braun | GENRE Belletristik/Unterhaltung
ERSCHEINUNGSJAHR 2010 | SPRACHE Deutsch
VERLAG dtv | SEITEN 240 | PREIS 8,95€ (TB)


U4-Text:
Markus Stiltfang weiß, was Frauen wirklich wollen. Zumindest theoretisch, als Autor erfolgreicher Beziehungsratgeber. In der Praxis ist sein Liebesleben vor allem chaotisch und sein Treuebegriff ein sehr dehnbarer. Was ihm reichlich Ärger einbringt und ihn selbst ratlos macht. Als ihn seine Exfrau öffentlich als "miesesten Liebhaber der Welt" bloßstellt, ergreift er Gegenmaßnahmen. Das wird sich doch wohl dementieren lassen. Eine aberwitzige Recherche beginnt, und am Ende hat Markus Stiltfang einiges über sich selbst erfahren, das er so genau eigentlich nie wissen wollte.


INHALT
Markus Stiltfang, Sohn eines reichen Möbelhändlers, arbeitet für die Unterhaltungssparte einer Zeitschrift und seine Kolumne "Diary of a Date Doctor" läut eigentlich recht gut. Und unter dem Pseudonym hat unter dem Pseudonym Marcus Perry schon ein paar Ratgebern über Beziehungen geschrieben und gilt mittlerweile als Frauenversteher. Dies ändert sich allerdings, als ihn seine Exfrau in einer Talkshow als "miesesten Liebhaber der Welt" beschimpft. Markus' Bücher-Verkaufszahlen tut dies zunächst keinen Abbruch, aber er fühlt sich schon ein bisschen verletzt und seine Glaubwürdigkeit als Ratgeber ist dahin. Ist er wirklich ein so schlechter Liebhaber? Markus beginnt nachzuforschen und plant eine Beichte in literarischer Form. Im folgenden beichtet Markus dem Leser chronologisch seine Liebesabenteuer - von der ersten Jugendliebe bis hin zum Abenteuer im Swinger-Club. Und seine ehemaligen Geliebten kommen auch zu Wort...


REZENSION
Ich muss zugeben, meine Erwartungen bei diesem Buch waren nicht allzu hoch. Bücher mit derartigen Titeln und Covern gehören eigentlich nicht in mein Beute-Schema. Markus ist aber durchaus ein sympathischer Protagonist und die Darstellung seiner 'Eskapaden' hat mir dann doch gefallen. Jedes Kapitel trägt zur Orientierung eine Jahreszahl und den Namen der Frau, um die es in den jeweiligen Kapitel geht. Zusätzlich, als Intro, beginnt jedes Kapitel mit einer Reihe von Tags, einem Soundtrack, der Nennung eines Films sowie ein Zitat. Diese Idee hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich mit den genannten Filmen im Bezug auf das Buch nicht viel anfangen konnte (es waren mir alles unbekannte Filme). Der Schreibstil ist flüssig und glücklicherweise nicht allzu gewollt-lustig. Ob man hier von einem plot sprechen kann, ist ein bisschen fraglich. Die einzelnen Kapitel sind in sich abgeschlossen, kurzgeschichten-ähnlich, und an einzelnen Stellen verknüpft. Jedes Kapitel endet mit dokumentierten Telefongesprächen, in denen Markus die betreffenden Frauen fragt, ob er wirklich so ein schlechter Liebhaber sei. Auch diese Gespräche haben mir gefallen. Natürlich darf man das Buch nicht allzu ernst nehmen, alles ist ein bisschen überspitzt dargestellt und ins Lächerliche gezogen. Ein bisschen mehr Spannung hätte ich mir allerdings gewünscht.


FAZIT: Amüsante Frauen/Männer-Geschichten für kurzweilige Stunden - nicht allzu realistisch oder tiefgründig, aber doch ein paar Schmunzler wert!




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Das Cover entstammt der dtv Verlagsseite

Wochenrückblick

Abschließend für letzte Woche folgt noch der kleine Wochenrückblick,
und vielen Dank an nun über 50 Leser!
Nach einem Monat mal wieder ein Wochenrückblick. Die Zeit vergeht wie im Flug.

GESEHEN | MicMacs - Uns gehört Paris! (Unbedingt zu empfehlen!)
GEHÖRT | Sophie Kinsella's Charleston Girl begonnen
GELESEN | Der mieseste Liebhaber der Welt von Harald Braun
GETAN | letzte Leistung im Bachelorstudium beendet - nun muss ich nur noch alles bestehen...
GEGESSEN | Pizza Italia - Sonntag im Restaurant =)
GETRUNKEN | weißen Tee entdeckt
GEDACHT | Seltsam. Alles sehr seltsam.
GEFREUT | Urlaubsvorfreude!
GEÄRGERT | Fahrrad hat nen Platten > Straßenbahnen sind so nervig!
GEWÜNSCHT | Jetzt wo ich frei hab ein bisschen mehr Sonne, bitte.
GEKAUFT | dunkelgrünen Nagellack
GEKLICKT | Flickr!

Freitag, 6. August 2010

Freitags-Füller # 8

Es ist Freitag - also wieder Zeit für den Freitags-Füller. Das Original stammt von BARBARA. Wer will, kann natürlich gerne mitmachen. (Fettgedrucktes = meine ausgefüllten Lücken)






1. Ich werde dieses Wochenende noch viel schaffen (Mantra).

2. Blumenwiese ist zur Zeit mein Lieblingsduft .

3. Leidenschaft ist manchmal anstrengend.

4. Im August werde ich verreisen!

5. Irgendwann wacht man auf und weiß nicht wo man ist.

6. Du musst da jetzt durch, egal wie schwierig es ist .

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf gesund werden , morgen habe ich nix geplant und Sonntag möchte ich fertig sein mit der Arbeit!

Donnerstag, 5. August 2010

Über Inspiration & Haiku

In letzter Zeit ist der Uni-Stress aus meinen Leben gewichen und ich schaffe es endlich wieder, Inspiration in Texten einzufangen. Noch sind das bloß Sequenzen und einzelne Zeilen. Mehrstrophige Gedichte, mit denen ich selbst zufrieden bin, werden wohl noch eine Weile dauern. Meine Inspirationsquellen momentan sind mehrere Tumblr-Blogs sowie Bücher über Haiku. Natürlich möchte ich euch teilhaben lassen, an dem, was ich schreibe. Es kann gut sein, dass das zunächst vermehrt Haiku sein werden =).

Und was ist ein Haiku? → Ein Haiku ist eine japanische Gedichtform und gleichzeitig die kürzeste Gedichtform der Welt. Ein Haiku besteht aus drei Zeilen und 17 Silben. Die Silben verteilen sich wie folgt: Erste Zeile 5 Silben, zweite Zeile 7 Silben, dritte Zeilen 5 Silben. Natürlich gibt es noch ein paar mehr Regel, zum Beispiel bezüglich des Inhalts, aber die halte ich auch nicht immer ein ;-)
Hier mein Haiku für heute:
02082010 /© Cara Elea

Jason F. Wright - Die Mittwochsbriefe


AUTOR Jason F. Wright | GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 2007 | SPRACHE Deutsch (Original Englisch)
VERLAG Heyne | SEITEN 284 | PREIS 17, 95 € (HC) /  8, 95 € (TB)




Kurzbeschreibung des Verlages:
Wenn ein Liebesbrief dein Leben verändert
Fast vierzig Jahre waren Jack und Laurel verheiratet, als sie in derselben Nacht Arm in Arm sterben. Die drei erwachsenen Kinder kommen zum Begräbnis im Elternhaus zusammen – und entdecken im Keller ein Vermächtnis: Tausende von Briefen, die der Vater jeden Mittwoch an die Mutter schrieb. Wunderbare Briefe voller Liebe und Gefühl. Und ein Brief, der ein schreckliches Familiengeheimnis offenbart.


Inhalt:
Jack und Laurel sind ein Ehepaar, wie es im Buche steht: fast 40 Jahre glücklich verheiratet. Umso überraschender ist also die Nachricht, dass beide in einer Nacht gestorben sind. Nach und nach treffen ihre drei erwachsenen Kinder Matthew, Samantha und Malcom im Domus Jefferson ein, um das Begräbis zu organisieren. Das Domus Jefferson ist eine kleine Bed & Breakfast - Pension, die Jack und Laurel im kleinen Ort Woodstock geführt haben.
Jeder der Kinder hat Probleme in seinem Leben: Matthews Ehe wackelt, weil der Nachwuchs ausbleibt, Samantha ist alleinerziehende Mutter und Polizistin und Malcolm, der seine Jugendliebe nicht vergessen kann. Die drei beginnen, das B&B aufzuräumen, wobei sie im Keller auf eine Kiste mit Briefen stoßen: Liebesbriefe, die Jack in den letzten 40 Jahren an seine geliebte Laurel geschrieben hat. Jeden Mittwoch einen Brief. Die Kinder sind gerührt von den romantischen Briefen, bis ein Brief auftaucht, der ungeahnte Dinge enthüllt...


Rezension:
Leider konnte dieser Roman meine Erwartungen nicht erfüllen. Bis zum Auffinden der Briefe hatte ich das Gefühl, dass die Geschichte ziemlich 'runter geschrieben' ist, als würde der Autor möglichst schnell zum interessanten Teil dieser Geschichte - den Briefen - gelangen wollen. Ich konnte mich nicht gut mit den Charakteren identifizieren und Matthew bleibt meiner Meinung nach total flach als Charakter - obwohl er einer der Hauptcharaktere ist! Samantha konnte ich als Charakter ebensfalls nicht ernst nehmen: einerseits ist sie die taffe Polizistin, andererseits bricht sie dauernd in Tränen aus...
Und ab dem Punkt, an dem Tante Allyson mit den Worten "Jetzt kann die Party beginnen" (Seite 162, Hardcover) ins Trauerhaus kommt, konnte ich das Buch leider nicht mehr komplett ernst nehmen. Auch empfand ich es als unrealistisch, dass bei Treffen mit Bekannten der Familie doch sehr persönliche Details erzählt werden. Und meiner Meinung nach ist es Polizisten auch nicht erlaubt, auf Privatfahrten Blaulicht und Sirene zu benutzen (Seite 175).
Ein weiter Aspekt ist die Übersetzung, hier bin ich an einigen Stellen gestolpert. Und die Gedichte, die Jack an seine Frau und Kinder geschrieben hat (Seite 159), sind für jüngere Menschen, die dem Englischen mächtig sind, leider ein ziemlicher Fremdschämfaktor.
Das Buch hat aber auch ein paar gute Seiten. Die Idee des Buches und der plot an sich haben mir gut gefallen. Ebenso die Tatsache, dass die Briefe nicht in chronologischer Reihenfolge auftauchen. Jason F. Wright hat sich bemüht, viele Daten in die Geschichte einzuflechten - so kann sich der Leser zeitlich sehr gut orientieren. Auch ist das Cover meiner Meinung nach sehr gelungen.


Fazit:
Ein Roman der mich emotional leider nicht berühren konnte. Eine tolle Idee, aber leider eine schlechte Umsetzung des Ganzen. Wer Englisch kann, dem würde ich auf jeden Fall raten, dieses Buch im Original zu lesen.


ANGABEN DES VERLAGES (Heyne)

Originaltitel: The Wednesday Letters
Originalverlag: Heyne
Aus dem Englischen von 
Marie Rahn 
ERSTMALS IM TASCHENBUCH
Taschenbuch, Klappenbroschur, 288 Seiten11,8 x 18,7 cm
ISBN: 978-3-453-40651-3
€ 8,95 [D] € 9,20 [A] CHF 15,50*

Coverbild entstammt der Seite des Verlages


Dienstag, 3. August 2010

Petra Tessendorf - Der Wald steht schwarz und schweiget


AUTORIN Petra Tessendorf | GENRE Kriminalroman
ERSCHEINUNGSJAHR 2010 | SPRACHE Deutsch
VERLAG  dtv | SEITEN 336 | PREIS 8,95 € (TB)

INHALT
Es ist Sommer im Bergischen Land bei Wuppertal. Die Freunde Olga, Thorvald, Benno und Hanna, alle 10 Jahre alt, haben sich ein Floß gebaut und paddeln damit (verbotenerweise) auf einem See im Wald. Plötzlich sehen sie am Ufer einen Schatten...


Olga, Thorvald, Benno und Hanna sind nun alle 40 Jahre alt und treffen sich wieder am Ort ihrer Kindheit: Zum Klassentreffen in Luis' Gasthof im Wald. Die Stimmung ist ausgelassen, alle freuen sich, die anderen wieder zu sehen und man feiert die Nacht durch. Doch als Olga ihre alte Schulfreundin nach den Feierlichkeiten tot im Wald auffindet, ist die fröhliche Stimmung vorbei. Ist der Täter unter den Klassenkameraden? Olga glaubt nicht an die Polizei und versucht selbst, die Gründe für den Mord zu finden. Bringt sie sich dadurch selbst in Gefahr?


REZENSION
Ein toller Krimi! Ich muss aber zugeben, dass ich nach lesen der Kurzbeschreibung ein wenig misstrauisch war. Ein Mord nach einem Klassentreffen schien mir nun nicht gerade die originellste Idee. Das interessante an diesem Krimi aber ist einerseits die Perspektive und andererseits die Lokalität. Der Leser liest aus Olgas Perspektive, aber nicht aus Ich-Perspektive. Wir als Leser erfahren viel über Olgas Familie und ihre Schulfreunde. Mir hat diese Perspektive gefallen und eben auch die damit verbundene Tatsache, dass hier nicht die polizeilichen Ermittlungen im Vordergrund stehen. Der zweite Pluspunkt dieses Krimis ist das Setting: der Wald. Petra Tessendorf hat es geschafft, den Wald als einen sehr schönen aber auch sehr bedrohlichen Raum zu beschreiben. Die Sequenzen, in der der Wald auftaucht, tragen meiner Meinung nach viel zur Güte dieses Krimis bei (deshalb wohl auch der Titel). Die Story war logisch und nachvollziehbar, allerdings war mir die Auflösung des Ganzen auf den letzten Seiten ein wenig zu einfach. Da hätte man vielleicht noch mehr rausholen können.


FAZIT
Ein interessanter Krimi, der durch eine tolle Beschreibung des Waldes besticht. Vielleicht besonders interessant für Viel-Krimi-Leser, da hier nicht der Kommissar im Mittelpunkt steht. Wer allerdings gerne zügige Ermittlungen hat, könnte sich an einigen Passagen vielleicht ein wenig 'langweilen'.




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Das Cover entstammt der dtv Verlagsseite.



Sonntag, 1. August 2010

Lesemonat Juli 2010

Gelesen:

Jason F. Wright - Die Mittwochsbriefe


Mihrali Simsek - Mein Leben. Mit 18 mein Sturz.



Krystyna Kuhn - Das Tal, Season 1: Das Spiel



Harold Cobert - Ein Winter mit Baudelaire


Christian Kracht - Faserland



Christina Helmis - Mein Leben. Mein Lollimädchen-Ich


Petra Tessendorf - Der Wald steht schwarz und schweiget


Christoph Buchwald, Silke Scheuermann (Hgg.) - Jahrbuch der Lyrik 2007



Hörbuch


Francoise Dorner - Die letzte Liebe des Monsieur Armand



8 Bücher in einem Monat - ich glaube, dass ist mein persönlicher Rekord =)