Donnerstag, 30. September 2010

Arbeit, Enten, Einkaufen.

Nun ist schon Freitag - wie die Zeit vergeht! Seit Montag bin ich in den Schulen, wo ich für die nächsten 8 Monate arbeiten werde. Diese Woche natürlich erst einmal nur zum Hospitieren.
Am Montag habe ich meinen mentor teacher Roger getroffen und er hat mir die Schule gezeigt (Ermysted's Grammar School, reine Jungenschule). Ich konnte mir natürlich nur ganz wenig merken. Die Schule ist von circa 1492 - dementsprechend gibt es viele kleine Häuser und alles ist ziemlich verwinkelt. (Ich habe mit einem anderern Deutschlehrer von der Schule darüber gesprochen, und er hat sich total gefreut mit 'verwinkelt' ein neues deutsches Wort gelernt zu haben...).
Die Lehrer sind alle sehr freundlich und nett zu mir. Am Dienstag hat mir sogar der head teacher (Direktor) persönlich einen Tee gekocht, als ich im Sekretariat saß um die Formalitäten zu erledigen. Die Jungs müssen eine Schuluniform tragen, zu der eine Krawatte gehört. Die Farbe der Krawatte zeigt an, zu welchem Haus die Schüler gehören. Ein bisschen wie bei Harry Potter, auch wenn dies kein (mehr) Internat ist. Glücklicherweise ist den Lehrerinnen ein wenig mehr Freiheit gelassen beim Kleidungsstil. Mit schwarzen Hosen und schicken Oberteilen wirds okay sein. Die Lehrer hingegen tragen alle Anzüge.
An der Mädchenschule (Skipton Girls' High School) wird weniger auf Tradition geachtet - obwohl diese Schule auch schon etwa 400 Jahre alt ist. Die Schülerinnen in der Oberstufe müssen keine Schuluniform mehr tragen, sie sollen sich bloß 'schick' kleiden. Das wird natürlich von vielen natürlich unterschiedlich interpretiert. Viele tragen ziemlich kurze schwarze Miniröcke.
Während der Woche habe ich festgestellt, dass meine Arbeit an den Schulen ein ganz schönes Deutsch-Englisch Mischmasch zur Folge haben könnte. Am Montag habe ich sogar mehr Deutsch als Englisch gesprochen (weil mein mentor teacher gerne Deutsch spricht) und ich bin dauernd automatisch wieder ins Englische gewechselt...Ab nächster Woche gehts dann richtig los.

Mittlerweile kenne ich auch alle wichtigsten Straßen hier in Skipton und kann mich einigermaßen orientieren. Das Einkaufen überfordert mich aber immer noch. Es gibt einfach so eine riesige Auswahl von allem. Besonders witzig finde ich die 2 für 1 Angebote, die es hier für wirklich fast jedes Produkt gibt. Ich meine, wer kauft denn bitte gleich zwei Föhne auf einmal? Für Bücher gibt es diese Angebote übrigens auch, aber ich will ja möglichst erst mal keine Bücher kaufen....

Das Wetter hier ist übrigens gerade verdammt schlecht, es hat sich gerade so richtig schön eingeregnet. Deshalb gibt es noch nicht so viele Fotos, die ich euch zeigen könnte. Unten zumindest ein paar Einblicke in meinen Weg zur Arbeit =)

  • Den typischen 'Thank you' Tonfall bekomme ich mittlerweile ganz gut hin!
  • Litter ist hier der richtige Müll (stinkend), rubbish der gedankliche.
  • Es ist immer noch ein anstrengendes Unterfangen, die Straßen zu überqueren...
  • Es gibt hier unheimlich viele Enten, und sie laufen einem hinterher, so verwöhnt sind sie!
  • Und es ist übrigens völlig okay, toilet zu Toilette zu sagen. Das formelle rest rooms benutzt hier niemand.






Montag, 27. September 2010

Ueber Wedding Fairs und warum die Briten unsere Lena nicht moegen

Okay, ich bin eigentlich einen Tag zurueck mit den Informationen fuer euch, aber es passiert so viel, dass ich erst jetzt ueber den gestrigen Tag schreiben kann.
Natuerlich gab es schwarzen Tee fuer mich zum Fruehstueck und Steve's leckeres selbstgebackenes Brot - das ist zwar nicht ganz so wuerzig wie jenes, das man aus Deutschland kennt, aber immerhin hat es mehr Geschmack und Konsistenz als das Toast/Brot, was man hier im Supermarkt bekommt. Die Chilli-Marmelade habe ich dann aber doch weggelassen...

Steve hatte heute Besuch von Andrew, einem Lehrer von der Boys School, mit dem er ab und zu Hochzeiten fotografiert (mit der Hoffnung, in Zukunft ein bisschen dazu zu verdienen). Wir sind dann gegen Mittag zu einem Wedding Fair in der Naehe gefahren, denn die beiden wollten sich dort ein paar Tipps und Tricks bei den Fotografen-Ausstellern abgucken. Nur: zwei Maenner allein auf einem Wedding Fair - das wirkt seltsam und man kriegt dann auch nicht die Broschueren, in denen die Preise stehen. Also bin ich mitgekommen, um die interessierte Verlobte zu spielen. Sehr lustig ;-)

Abends sind Steve und ich dann zu Cally gefahren. Sie ist Deutschlehrerin an der Girl's School und hatte mich zum Dinner eingeladen. In ihrer Familie ist es ueblich, sonntags ein grosses Essen fuer die Familie zu veranstalten. Und es gab so viel! Yorkshire Pudding, mashed swedes, parsnips, red cabbage, baked potatoes und dann noch allerlei Gemuese in Kaesesosse. Und selbstgemachte Scones mit clotted cream und blackcurrant jam als Nachtisch. Das war alles verdammt lecker =) Hinterher haben wir uns noch ein wenig unterhalten, zum Beispiel ueber deutsche Popmusik. Und man hat mir erklaert, dass man Lena Meyer-Landruth hier ueberhaupt nicht ausstehen kann. Den accent, in dem sie singt, den gibt es naemlich gar nicht, den hat sie sich ausgedacht und fuer englische Ohren hoert sich das 'horrible' an, wie mir von allen Seiten des Tisches versichert wurde.

So viel also zu meinem ersten Sonntag. Bis jetzt ist wirklich alles super (nur die englische Tastatur geht mir langsam auf den Keks...)

Sonntag, 26. September 2010

Yes, this is your life.


Arrival.

Okay, da bin ich wieder. Ich schreibe von einem anderen PC aus. Und aus einem anderen Land. Seit gestern bin ich hier angekommen in Skipton, North Yorkshire, UK.
Mein Blog lag ja in den letzten Tagen ein wenig Brach, was dem Umzugs-/Auszugs-/Organisierungsstress lag. Nun ist alles geschafft und ich habe die gestrige Muedigkeit ueberstanden. Ausgepackt habe ich mittlerweile auch. Und ich mag mein neues Zimmer (bis auf die Tapete...).
Steve habe ich am Flughafen in Manchester ziemlich schnell erkannt. Und natuerlich wurde ganz klischeehaft erst einmal ueber das Wetter gesprochen: Ich solle ja nicht glauben, dass das Wetter immer so schoen sonnig sei wie heute! Vor dem Flughafengebaeude dann das erste Anzeichen von britisch-europaeischen Verstaendigungsproblemen: ein Auto ist in die falsche Richtung in den Kreisverkehr gefahren und hat natuerlich prompt einen Unfall verursacht. Steve und seine Freundin kommentierten das Ganze nur mit "big oops". Als wir an einem spaeteren Kreisverkehr dann nicht die ausgewiesene Abzweigung nach Skipton genommen hatten, erklaerte mir Steve: "We'll take the scenic route." Die scenic route war landschaftlich auch wirklich sehr reizvoll. Nur leider auch reizvoll fuer meinen Magen. Die ganze Zeit uphill und downhill im Wechsel plus enge schmale Kurven - daran muss ich mich erst einmal gewoehnen.
Nachdem wir nach circa 50 Minuten Autofahrt in Skipton angekommen sind, haben wir natuerlich erst einmal Tee getrunken. Wobei mit 'normal tea' selbstverstaendlich der schwarze gemeint ist. Dann hat mich Steve gefragt, ob ich noch ein bisschen was von der Umgebung sehen will. Also wieder ins Auto. Ich durfte entscheiden zwischen "lake or mountains" und habe mich fuer den See entschieden. So sind wir zum Embsay Crag gefahren und ein wenig spazieren gegangen. Steve hatte seine Kamera mit (er ist Hobby-Fotograf) und hat ein paar Baeume im schoenen Abendsonnenschein fotografiert. Schafe gabs natuerlich auch. Ich hatte meine Kamera nicht mit, deshalb bloss ein Einblick aus dem Internet:

picture by Gerry Hurst

Ich habe mir ueberlegt, immer am Ende meiner Skipton-Eintraege ein paar Dinge zu notieren, die ich gelernt habe (habe ich mir von Katha abgeguckt):
  • Chestnut heisst Kastanie und es scheint ein typisch englisches "boy's game" zu existieren, bei dem sich die Jungs mit den chestnuts bekriegen.
  • Noch entspricht das Wetter nicht dem Klischee von Regen und Kaelte.
  • Jaa, englische Haeuser sind schlecht isoliert, auch wenn sie mittlerweile Doppelverglasung haben.
  • Feigen heissen auf englisch figs und schmeckem sehr lecker im Salat!
  • Das Klischee, dass Briten bei der Farbgestaltung ihrer Raeume etwas zu sehr in die Farbkiste greifen, scheint sich in diesem Haus zu bestaetigen (Wohnzimmer gelb/braun, Kueche gelb, Steve's Zimmer orange, Steve's Arbeitszimmer gruen und mein Zimmer gelb-pink).
  • Und das Wasser scheint uebrigens nur in groesseren Staedten so extrem gechlort zu sein - hier schmeckt es wunderbar und muss doch nicht Wasserflaschen vom Supermarkt nach Hause schleppen.
  • Die englische Tastatur macht meiner Zehn-Finger-Schreibweise gerade einen Strich durch die Rechnung. Und Umlaute gibt's natuerlich auch nicht...
So, liebe Leute, ich hoffe, euch hat dieser Eintrag gefallen. Dieser Blog soll aber trotzdem kein reines Reise-Tagebuch werden. Ich werde weiterhin was ueber Buecher schreiben (werde mich naechste Woche mal in der Skipton library anmelden) und natuerlich wieder mehr Bilder posten. Die Fotos von meiner neuen Umgebung haenge ich gleich mal hinten dran:

kitchen - inklusive Herd mit 8 Platten


kitchen window / Steve's kleiner Garten


bath tub


traditional taps


Na? Warum habe ich das fotografiert ;-)


telly & bed



big mirror =)



view out of my window

Sonntag, 12. September 2010

Wochenrückblick

Es ist Sonntag, aktuell 20:57 Uhr - da bin ich ja mal richtig früh dran mit meinem Wochenrückblick =)

GESEHEN | zu viel Regen vorm Fenster
GEHÖRT | Simon & Garfunkel
GELESEN | Der Champagner-Fonds von Paul Grote
GETAN | die ersten 5 Umzugskartons sind voll...
GEGESSEN | 4 Stück Kuchen hintereinander. ja, ich habe eine liebe Omi
GETRUNKEN | Gewürztee
GEDACHT | Billig-Airlines entsprechen manchmal auch nicht ihrem Namen...
GEFREUT | Jenni wiedergesehen
GEÄRGERT | Das Internet ist laaaaaangsam.
GEWÜNSCHT | Zeit anhalten
GEKAUFT | "Gebrauchsanweisung für England" - quasi als Einstimmung =)
GEKLICKT | immer noch verdammt viel aufzuholen auf bloglovin!

Paul Grote - Der Champagner-Fonds


AUTOR Paul Grote | GENRE Kriminalroman
ERSCHEINUNGSJAHR 2010 | SPRACHE Deutsch
VERLAG dtv | SEITEN 400| PREIS 8,95 € (TB)


INHALT
Philipp Achenbach liebt seinen Beruf als Wein-Verkoster bei France-Import und geht ihm mit Traditionsbewusstsein nach. Mit seinem Sohn Thomas, BWL-Student, lebt er ihn Köln. Bei den Frauen hat Philipp leider nicht besonders viel Glück.
Seinen Chef, Klaus Langer, kennt Philipp seit 10 Jahren und bisher waren sich die beiden im geschäftlichen Bereich immer auf Augenhöhe begegnet. Doch in letzter Zeit distanzierte sich Langer immer mehr von Philipp. Hinzu kommt der Ärger, dass eine LKW-Ladung aus Bandol einfach nicht in Köln eintrifft. Wurde der LKW vielleicht überfallen?
Als Langer schließlich äußert, dass er sich mit der Firma am Champagner-Fonds beteiligen will und von riesigen Expansionen spricht, steht Philipp dem Ganzen kritisch gegenüber....
Schließlich reist Philipp in die Champagne, um sich die Arbeit des Fonds vor Ort anzusehen. Dort stößt er auf Unstimmigkeiten, die ihn aufhorchen lassen und Betrug erahnen lassen. Als schließlich ein Informant bei einem 'Arbeitsunfall' stirbt, fühlt Philipp sich dazu verpflichtet, Licht in die Angelegenheiten zu bringen...


REZENSION
Ein sehr eigentümlicher Kriminalroman. Vorweg das Positive: Dieser Kriminalroman ist unheimlich gut recherchiert. Man bekommt als Leser das Gefühl, man reist mit Philipp in die Champagne. Die Beschreibungen sind detailliert, ohne zu viel auf Lokalkolorit zu setzen. Das gleiche gilt für die Passagen über die Champagner-Herstellung und Investment-Fonds.
Leider verfängt sich Grote für meinen persönlichen Geschmack allzu sehr in den beschreibenden Passagen - zuviel Außensicht, zu wenig Innensicht und Irreführungen. Das zehrt an der Spannung. Wirklich spannend wurde dieser Kriminalroman meiner Meinung erst ab Seite 120. Die Passagen, in denen Philipp der ein oder anderen Frau näher kommt, sind zwar ein nettes Beiwerk; meiner Meinung nach hätten sich aber ausgefeilter sein können, um ein Gegengewicht für den fachlichen/sachlichen Teil dieses Romans zu liefern. Gut gefallen haben mir hingegen die Passagen, in denen es um Philipp und seinen Sohn Thomas geht.


Fazit:
Ein Kriminalroman, in dem nicht unbedingt die Spannung im Vordergrund steht. Wer gerne Wein trinkt und Frankreich liebt, für den ist dieser Roman sicherlich zu empfehlen. Wer als Leser allerdings Spannung liebt und wer gern auch einmal in die Irre geführt wird, für den ist dieser Krimi nur bedingt zu empfehlen.








Alexander Häusser - Zeppelin!



Autor: Alexander Häusser | Genre: Erzählung

Erstveröffentlichung: April 1998 | Verlag: Collection S. Fischer
Seiten: 117 | Preis: 8,90€ (broschiert)


Kurzbeschreibung (von fischerverlage.de):
"Pfingsten 1909: Ein Zeppelin nähert sich von Süden her einem kleinen schwäbischen Dorf. Der riesige Schatten des Luftschiffs fällt über den Schuljungen Robert Silcher - und für ihn steht von nun an fest, daß er um jeden Preis Zeppelinfahrer werden muß. [...]


Alexander Häussers Erzählung berichtet von einer zunächst harmlos erscheinenden Recherche, die bis tief in die dunklen Kapitel der deutschen Geschichte dieses Jahrhunderts führt. Sie zeigt, am Beispiel einer Familiengeschichte, wie gegenwärtig das Vergangene auch noch nach Jahrzehnten ist."


Inhalt:
Der Ich-Erzähler dieses Buches, der Enkel von Robert Silcher, arbeitet im neuen Zeppelinmuseum in Friedrichshafen, wo er mehr über die Jahre der Luftschiffahrt herausfinden möchte. Was war sein Großvater für ein Mensch, woher kam diese große Begeisterung für Luftschiffe? Der Leser taucht ein in die Zeit zu Beginn des 20. Jahrhunderts, als Zeppeline als die Fortbewegungsmittel der Zukunft galten und verfolgt das Leben der Familie Silcher.


Rezension:
Eine kleine Erzählung, die gut ohne viel Spannung auskommt. Häusser erzählt in klarem und gleichzeitig poetischem Stil von der Zeit der Zeppeline und dementsprechend natürlich auch von der Katastrophe von Lakehurst. Die Fakten über Zeppeline werden eingebettet in die Geschichte um die Familie Silcher. Eine kleinbürgerliche Familie ohne viel Aufstiegschancen und ohne viel Liebe.
Es passiert nicht viel in dieser Erzählung, sie will dem Leser viel mehr ein Stimmungsbild über die Zeit der Zeppeline vermitteln. Meiner Meinung nach hat Häusser dafür den richtigen Schreibstil getroffen. Der leicht poetische Stil macht das Lesen sehr angenehm. Für mich persönlich war das Buch aber zu kurz und einfach gehalten; die Charaktere bleiben nur an der Oberfläche.


Fazit:
Eine kurzweilige Erzählung, die die Begeisterung für Zeppeline zu jener Zeit wohl sehr gut einfängt. . Zeppeline sind meiner Meinung nach immer noch ein sehr faszinierendes Thema - da hätte man vielleicht noch mehr aus der Story rausholen können. Wer aber generell ein wenig über Zeppeline erfahren will, für den ist dieses Buch sehr empfehlenswert!

______________
Alexander Häusser
Zeppelin!
Erzählung
Taschenbuch

Preis € (D) 8,90 | € (A) 9,20 | SFR 13,50
ISBN: 978-3-596-16924-5


Coverbild und Kurzbeschreibung entstammen der Fischer Verlagsseite

Freitag, 10. September 2010

Gerd Ruebenstrunk - Arthur und die Vergessenen Bücher


Autor
: Gerd Ruebenstrunk

Genre: Abenteuer / Jugendbuch

Erstveröffentlichung: Juli 2009

Verlag: arsEdition

Seiten: 384

Preis: 16,95 (HC)


Kurzbeschreibung
"Manche Bücher sind anders als andere Bücher.
Manche Bücher haben magische Kräfte.
Und manche Bücher können den Lauf des Schicksals beeinflussen..."

Von all diesen Geheimnissen ahnt Arthur nichts, als er in den Ferien in einem Antiquariat aushilft. Doch als plötzlich ein merkwürdiger Fremder auftaucht und den alten Buchhändler bedroht, beginnt für Arthur eine gefährliche Jagd. Gemeinsam mit Larissa, der Enkelin des Buchhändlers, muss er das geheimnisvolle "Buch der Antworten" finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ihre Suche führt die beiden über Amsterdam bis nach Bologna - immer tiefer hinein in die rätselhafte Welt der Vergessenen Bücher..."


Inhalt
Arthur ist ein Junge von vierzehn Jahren. Er hört gern Musik, in der Schule ist er so mittelmäßig und er liest sehr gerne. In seiner Freizeit besucht er deshalb gerne den "Bücherwurm". Der Bücherwurm heißt eigentlich Johann Lackmann und betreibt einen kleinen Buchladen, in dem sich auch sehr viele alte Bücher befinden. Schließlich beginnt Arthur, im Buchladen auszuhelfen. Doch alles ändert sich, als eines Tages seltsamer Besuch den Laden betritt und den Bücherwurm bedroht....
Arthur und Larissa, die Enkelin des Bücherwurms, werden daraufhin in das Geheimnis der Vergessenen Bücher eingeweiht und machen sich daran, dass Buch der Antworten zu finden, bevor es in die falschen Hände gerät. Ein spannendes Abenteuer beginnt, in welchem Arthur und Larissa über Amsterdam bis nach Bologna reisen. Immer auf den Fersen sind ihnen die beiden Brüder Ham und Sam Slivitsky...Wer wird das Buch der Antworten zuerst finden?

Rezension
Ein toll erzähltes Jugendbuch. Ruebenstrunk schafft es, seine beiden Protagonisten, Arthur und Larissa, sehr interessant zu gestalten, ohne zu sehr ins Beschreibende abzurutschen. Die beiden Städte, Amsterdam und Bologna, werden sehr bildlich dargestellt und man kann sich als Leser die Orte sehr gut vorstellen. Leider bleiben die Gegenspieler-Charaktere, allen voran Ham und Sam Slivitsky, sehr schemenhafte stereotype Bösewichte.
Die story ist spannend und flüssig erzählt. Es gibt sehr viele Wendungen und man weiß als Leser nie mehr als Arthur und Larissa. Allerdings sind die einzelnen Geschehnisse recht lose verknüpft und einige Probleme werden meiner Meinung nach zu schnell gelöst. Arthur und Larissa stehen vor einer verschlossenen Tür? - kein Problem, Larissa ist doch im Schlossknacker-Club! Arthur und Larissa müssen ins fremde Bologna reisen? - auch kein Problem, Arthur kann italienisch!.....
Auch aufgrund der zuletzt erwähnten Sachen ist das Buch für mich ein klares Jugendbuch und kein All Age Buch. Da ich wusste, dass das Buch ab 10 Jahren empfohlen wird, habe ich mich beim Lesen damit abgefunden, dass ich manche Handlungsverläufe und Reaktionen im Buch unlogisch fand und manche Passagen zu 'belehrend'. Noch einmal positiv hervorheben möchte ich die tolle Gestaltung des Buches, besonders das Cover und die tollen Zeichnungen von Laurence Sartin, die sich in jedem Kapitel finden.

Fazit
Ein spannendes Abenteuer, ein toll gestaltetes Buch über Bücher. Generell aber eher Jugendbuch als All Age Buch. Wer gerne Bücher über Rätsel und Geheimnisse liest, der wird hier sicher seine Freude dran haben.



Freitags-Füller #10

Hallo meine Lieben. Bitte verzeiht, dass hier in letzter Zeit etwas weniger los ist, aber in bin nun nur noch 14 Tage von meinem großen Trip nach UK entfernt und ich habe noch einiges zu organisieren (Behörden-Ärger). Deshalb heute wenigstens der aktuelle Freitags-Füller von Barbara damit ihr wisst, was gerade bei mir los ist:



(Fettgedrucktes = meine Antworten)


1. Heute morgen bin ich mit Kopfweh aufgewacht. Ojeoje.

2. Schlechtes Wetter , na und, was soll's ! Sind wenigstens die H&M-Umkleidekabinen nicht so voll....

3. Ich habe das Leben in meiner Heimatstadt sehr gemocht. Nun Abschied.

4. Wir sind Helden-Musik macht mir immer gute Laune.

5. Am liebsten möchte ich jetzt mit einem guten Buch auf einer sonnigen Terrasse sitzen.

6. "MicMacs - Uns gehört Paris" ist der beste Film den ich bis jetzt in diesem Jahr gesehen habe.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf Zeit zum Lesen, morgen habe ich einen Besuch bei der lieben Omi geplant und Sonntag möchte ich endlich anfangen zu packen...

Montag, 6. September 2010

Regenbogen-Lesen



Ich gebe zu, ich halte nicht viel von Bücher-Challenges, wo man so und so viele Bücher in so und so kurzer Zeit lesen muss/soll. Da gefällt mir die Idee vom Regenbogen-Lesen schon eher. Einfach lesen, und ab und zu schauen, ob man einen Regenbogen "zusammengelesen" hat. Nun, ich bin jedoch ein großer Fan des Diogenes-Verlags und da ich kaum Fantasy lese ist auch lila kaum vertreten in meinem Bücherregal. Nun habe ich aber den ersten Regenbogen zusammen:






Lesemonat August 2010

Urlaubsbedingt etwas verspätet hier noch meine im August gelesenen Bücher:

Gelesen:

Rachel Ward - Numbers


Harald Braun - Der mieseste Liebhaber der Welt


Kai Meyer - Frostfeuer


Dora Heldt - Urlaub mit Papa


Alexander Häusser - Zeppelin!


Gerd Ruebenstrunk - Arthur und die Vergessenen Bücher


Silke Schütze - Kleine Schiffe


Delphine de Vigan - No&Ich


David Benedictus - Pu der Bär. Rückkehr in den Hundertsechzigmorgen-Wald


Gehört:

Sophie Kinsella - Charleston Girl



Rezensionswünsche? Einfach in die Kommentare =)

Sonntag, 5. September 2010

Wochenrückblick

Okay, ich erwecke mit diesem Wochenrückblick meinen Blog mal wieder aus der kurzen Pause =) Das real life ist halt gerade so verdammt spannend und einnehmend, dass ich mit dem bloggen gar nicht hinterher komme. Here we go:

GESEHEN | Fluch der Karibik II
GEHÖRT | Helden
GELESEN | Arthur und die Vergessenen Bücher von Gerd Ruebenstrunk
GETAN | als Hexe durch die Gegend laufen (das kläre ich vielleicht demnächst mal auf...)
GEGESSEN | Grillgut =)
GETRUNKEN | wenig
GEDACHT | Es beginnt. Angst.
GEFREUT | noch ein bisschen Sonne abgekriegt
GEÄRGERT | zu wenig Schlaf
GEWÜNSCHT | wieder einen analogen Telefonanschluss...
GEKAUFT | Spaghetti in der Familienpackung
GEKLICKT | dawanda!

Freitag, 3. September 2010

Freitags-Füller # 9

Hui, die Zeit vergeht wie im Flug. Nun ist September und mein Abflug-Datum nähert sich in großen Schritten. So richtig realisiere ich das aber nicht, denn es gibt noch einiges zu organisieren (und vieles davon ziemlich nervenaufreibend). Natürlich soll mein Blog aber nicht vollkommen einschlafen, deshalb heute mal wieder ein Freitags-Füller von Barbara =):



(Fettgedrucktes = meine Antworten)



1. Musik am liebsten auf Vinyl!

2. Natürlich bin ich ganz einzigartig .

3. Gestern habe ich immer wieder gedacht esgehtlosesgehtlosesgehtlos!

4. Ich glaube, ich denke zuviel !

5. Im letzten Jahr hatte ich einen richtig tollen Urlaub in Norwegen, den ich so schnell nicht vergessen werde.

6. Endlich den ganzen Behördenkram erledigt haben steht gerade ganz oben auf meiner Wunschliste.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf spannende Filmsequenzen, morgen habe ich Kisten schleppen geplant und Sonntag möchte ich mich ausruhen und viel Zeit zum lesen haben !


Habt ihr auch wieder mitgemacht?