Mittwoch, 26. Oktober 2011

Paulo Coelho - By the River Piedra I Sat Down and Wept



AUTOR Paulo Coelho| GENRE Belletristik
ERSCHEINUNGSJAHR 1994 (dt. 1997) | SPRACHE Deutsch (Orig. Portugiesisch)
 DEUTSCHER VERLAG Diogenes | SEITEN 240| PREIS 9,90 € (TB)

[Dies ist mein September-Beitrag für die I'm in English - Challenge. ]


Am Ufer des Flusses Piedra sitzt die junge Frau Pilar und weint vor Liebeskummer. Sie erzählt dem Leser ihre Geschichte....
Pilar ist 29, Jurastudentin und lebt ihr kleines Leben vor sich hin. Die Gegend, in der sie aufgewachsen ist, hat sie nie verlassen. Eines Tages erhält sie eine Einladung von ihrem ehemals vertrautesten Freund aus der Jugendzeit, den sie aber mittlerweile aus den Augen verloren hat. Nun lädt er sie zu einem seiner Vorträge ein, denn er ist mittlerweile ein anerkannter Priesteramtskandidat geworden. Als sie wieder voreinander stehen, glaubt Pilar, dass er sie immer noch liebt. Doch Pilar will ihre eigenen Gefühle nicht zulassen - immerhin hat er sich komplett dem Glauben gewidmet, was eigentlich keine Frau an seiner Seite duldet. Hat ihre Liebe eine Chance?


Mein zweiter Coelho-Roman dieses Jahr. Und so angetan ich auch von Veronika beschließt zu sterben war [meine Rezension] umso enttäuschter bin ich von diesem Buch hier. 
Das Buch lässt sich zwar einfach lesen, aber das ist auch schon der einzige Pluspunkt, was den Stil bestrifft. Der Stil ist weder besonders lyrisch, noch elaboriert, sondern nur 'einfach'. Und leider konnte auch der Inhalt dieses Manko nicht ausgleichen. Die Protagonisten bleiben flach, Spannung kommt so gut wie keine auf und die Aussage der Geschichte bleibt schwammig und schwierig nachzuvollziehen. Meiner Meinung nach hätte Coelho den Inhalt dieser Geschichte auch in einem zehnseitigen Essay abhandeln können. 240 Seiten sind wirklich zu viel des Guten. Man langweilt sich, Coelho neigt zu Wiederholungen und die unbedarfte Protagonistin mit ihrem gedanklichen Hin und Her (Haben wir eine Zukunft? Haben wir keine?) nervt irgendwann ein bisschen. Dass Coelho zum Esoterischen und glaubensrelevanten Fragen neigt, weiß man, wenn man einige seiner Bücher gelesen hat. Aber dieses Buch trieft leider vor Religiösität, will aber den schein einer weltgewandten Geschichte waren - irgendwie ging das für mich nicht zusammen.


Zwei Sterne gibt es, weil es mich immerhin ein wenig zum Nachdenken angeregt hat, was Lebensideale und Lebensziele betrifft. Empfehlen würde ich dieses Buch aber dennoch nicht.




Kommentare:

  1. Gut zu wissen, ich habe nämlich überlegt es vielleicht zu lesen, aber das lasse ich dann wohl eher...:)

    Liebste Grüße!

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  2. Hach was macht der Mann denn da? :( Der muss nun wirklich langsam mal wieder die Kurve kriegen, die letzten Bücher waren ja nur noch nervig. Schade.

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  3. Den kann ich mir dann wohl getrost sparen ;-P

    PS: "Eines Tages "erzählt" sie eine Einladung.." wolltest du hier vielleicht erhält schreiben?

    Vlg Steffi

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  4. @Franzi: Ja, ich habe jetzt auch gemerkt, dass seine Bücher sehr unterschiedlich sein können und bin jetzt ein wenig verunsichert.....

    @Mila: Vielleicht hat er ja so langsam sein Pulver verschossen? Seine Themen ähneln sich ja doch des Öfteren...

    @Steffi: Oh, das hast du vollkommen recht, natürlich meinte ich "erhält". Danke fürs aufmerksame Lesen ;-)

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  5. Paulo Coelho wird, meine Meinung nach, überbewertet und zwar schon lange.

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