Sonntag, 23. Juni 2013

Kleine Schritte

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Vier Monate verschwunden, aber das ganze immer nur als Pause betrachtet. Nun also ein Versuch, den müden Blog wieder aufzupeppeln. Kleine Schritte, an denen man noch nicht erkennen kann, wohin sie führen...

Lange habe ich darüber nachgedacht, ob und wie es hier weitergeht. Das lag nicht an zu wenig Ideen oder etwa an der fehlenden Lust, mich kreativ auszuleben....Aber die Kombination Examensvorbereitung + Hausarbeiten + Praktikum + neue Liebe war einfach ein bisschen zu viel für das ehrgeizige Bloggerherz.

Und eigentlich ist es seltsam, den Blog gerade jetzt wieder zum Leben zu erwecken, denn gerade jetzt geht meine Examensvorbereitung in die heiße Phase. Noch 4 Wochen bis zur Abgabe der Abschlussarbeit, noch knapp 8 Wochen bis zum den schriftlichen Prüfungen im Fach Englisch....
Aber dann dachte ich heute nachmittag, dass es doch eigentlich schön wäre, genau auch diese Zeit zu dokumentieren. Mein Körper verlangt nach Entspannung, mein Kopf schwillt über mit kreativen Ideen, die alle noch mindestens ein halbes Jahr warten müssen und die Angst, in den wichtigen Prüfungen zu versagen ist nun doch ein bisschen da. Man hat ja schließlich nicht sechs Jahre umsonst studiert.

Allerdings empfinde ich diese Zeit auch als sehr spannend. Plötzlich merkt man, wie sich die Mosaiksteinchen des Studiums so langsam zusammenfügen. Jeden Tag lernt man etwas Neues dazu, von dem man das Gefühl hat, dass es einen weiter bringt. Die Professoren zeigen einem ihre netteste Seite. In den Kursen sieht man plötzlich bekannte Gesichter, ein bisschen kommt das Gefühl einer Schulklasse auf. Wir 80 junge Erwachsene, die diesen Herbst unser Examen in Englisch machen.

Doch es fehlt die Zeit zum Lesen außerhalb der Uni. Wenn du schon eh den ganzen Tag mit  Lesen verbringst, kannst du abends keine Buchstaben mehr sehen. Lange hat mich das traurig gemacht, nun habe ich es akzeptiert. Es ist ja nur vorübergehend, und ab und zu hole ich mir ein Hörbuch aus der Stadtbücherei, um nicht ganz den Anschluss zu verlieren. Stadt der Diebe war toll, Scherbenpark auch. Auf meinem Nachttisch liegt auch noch Der Schatten des Windes, aber irgendwie verstehe ich den damaligen Hype nicht. (Oder mein Kopf ist einfach zu vollgedröhnt mit Epochenwissen, Methodologien, Prüfungsfragen, literarischen Strömungen und dem restlichen Uni-Gedöns....)

Wie regelmäßig ich nun wieder zum Bloggen komme muss das Leben zeigen. Noch werden die Rezensionen ausbleiben, und auch die geliebte Kamera kommt nur ab und zu aus Plichtgefühl mit nach draußen... Aber vielleicht interessiert es euch ja doch, wenn ich meinem Prüfungsstress hier ein wenig Luft mache ;-)