Mittwoch, 23. April 2014

Die andere Leseliste.

Genau in einer Woche ist es soweit: Die allerletzte Uniprüfung wird hinter mir liegen. Bis dahin heißt es aber noch: lernen lernen lernen von morgens früh bis Mitternacht. Es wird wohl machbar sein, aber gerade kurz vor dem Ziel sollte man natürlich nicht einknicken.

Damit es für euch aber auch etwas Spannenderes gibt als mein ständiges Prüfungsgefasel zeige ich euch hier mal meine Lektüreliste, die ich für den Prüfungsteil 'Neuere Deutsche Literaturwissenschaft' vorbereiten muss. All diese Werke muss ich kennen, der Prüfungsteil wird dann 30 min dauern.


© The Lines Between


I. Epoche: Romantik

Programmatische Schriften:
  1. Friedrich Schlegel: 116. Athenaeums-Fragment (1798)
  2. Friedrich Schlege: Brief über den Roman (1800)
  3. Achim von Arnim: Von Volksliedern (1805)
  4. Heinrich Heine: Die romantische Schule (1836)
  5. Joseph von Eichendorff: Zur Geschichte der neueren Romantischen Poesie (1846)
Lyrik:
  1. Ludwig Tieck: Melankolie (1795)
  2. Friedrich Hölderlin: Dichterberuf / An unsre großen Dichter (1798/1802)
  3. Novalis: Hymnen an die Nacht (1800); 5. Hymne
  4. Clemens Brentano: Lore-Lay (1800)
  5. Clemens Brentano: Der Spinnerin Nachtlied (1818)
  6. Heinrich Heine: Die Grenadiere (1822)
  7. Heinrich Heine: Sie saßen und tranken am Theetisch (Druck 1827)
  8. Joseph von Eichendorff: Sehnsucht (1837)
  9. Joseph von Eichendorff: Mondnacht (1837)
  10. Clemens Brentano: Was reif in diesen Zeilen steht (1838)
  11. Joseph von Eichendorff: Die Heimat (Erstdruck 1859)
Dramen:
  1. Heinrich von Kleist: Der zerbrochne Krug (UA 1808)
  2. Zacharias Werner: Der vierundzwanzigste Februar (UA 1809)
  3. Ludwig Tieck: Der gestiefelte Kater (1797/ UA 1844)
Epik:
  1. Wilhelm Heinrich Wackenroder u. Ludwig Tieck: Das merkwürdige musikalische Leben des Tonkünstlers Joseph Berglinger (1796)
  2. Friedrich Schlegel: Lucinde (1799)
  3. Novalis: Heinrich von Ofterdingen (1800/1802)
  4. Heinrich von Kleist: Die Marquise von O.... (1808)
  5. Jakob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen (1812): Frau Holle
  6. Jakob und Wilhelm Grimm: Kinder- und Hausmärchen (1812): Hänsel und Gretel
  7. E.T.A. Hoffmann: Der Sandmann (1816)
  8. Clemens Brentano: Geschichte vom braven Kasperl und dem schönen Annerl (1817)
  9. Ludwig Tieck: Die Gemälde (1822)
  10. Joseph von Eichendorff: Aus dem Leben eines Taugenichts (1826)
  11. Wilhelm Hauff: Das Bild des Kaisers (1828)
  12. Ludwig Tieck: Waldeinsamkeit (1841)

II. Diachrones Thema/Gattung: Novelle
  1. Giovanni Boccaccio: Das Dekamerone, 9. Novelle des 5. Tags (Falkennovelle) (1349-53)
  2. Friedrich Schiller: Der Verbrecher aus verlorener Ehre (1786)
  3. Johann Wolfgang von Goethe: Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten (1795)
  4. Johann Wolfgang von Goethe: Novelle (1828)
  5. Georg Büchner: Lenz (1835)
  6. Anette von Droste-Hülshoff: Die Judenbuche (1842)
  7. Franz Grillparzer: Der arme Spielmann (1847)
  8. Adalbert Stifter: Kalkstein (aus: Bunte Steine) (1853)
  9. Eduard Mörike: Mozart auf der Reise nach Prag (1855)
  10. Conrad Ferdinand Meyer: Der Heilige (1879)
  11. Theodor Fontane: Unterm Birnbaum (1885)
  12. Gerhart Hauptmann: Bahnwärter Thiel (1887)
  13. Theodor Storm: Der Schimmelreiter (1888)
  14. Arthur Schnitzler: Die Toten schweigen (1897)
  15. Hugo von Hofmannsthal: Erlebnis des Marschalls von Bassompierre (1900)
  16. Thomas Mann: Tod in Venedig (1911)
  17. Albert Ehrenstein: Tubutsch (1911)
  18. Robert Musil: Die Portugiesin (1923)
  19. Ernst Wiechert: Hirtennovelle (1935)
  20. Stefan Zweig: Schachnovelle (1942)
  21. Günter Grass: Katz und Maus (1961)
  22. Martin Walser: Ein fliehendes Pferd (1978)
  23. Christoph Hein: Der fremde Freund [Drachenblut] (1982)
  24. Maxim Biller: Harlem Holocaust (1990)
  25. Daniel Kehlmann: Der fernste Ort (2004)

III. Autor: Bertolt Brecht
Programmatische Schriften:
  1. Radiotheorie: Vorschläge für den Intendanten des Rundfunks (1927); Radio – Eine vorsintflutliche Erfindung (1927); Der Rundfunk als Kommunikationsapparat (1932)
  2. Anmerkungen zur Oper „Aufstieg und Fall der Stadt Mahagonny“ (1930)
  3. Kleines Organon für das Theater (1948)
Dramen:
  1. Die Dreigroschenoper (UA 1928)
  2. Der Lindberghflug (1928; UA 1929)
  3. Das Badener Lehrstück vom Einverständnis (UA 1929)
  4. Der Jasager (UA 1930)
  5. Die heilige Johanna der Schlachthöfe (1931; UA 1959)
  6. Herr Puntila und sein Knecht Matti (1940; UA 1948)
  7. Mutter Courage und ihre Kinder (UA 1941)
  8. Der gute Mensch von Sezuan (UA 1943)
  9. Leben des Galilei (UA 1943)
  10. Der kaukasische Kreidekreis (UA 1948)
  11. Der Hofmeister von Jacob Michael Reinhold Lenz (Bearbeitung) (1949/1950)
  12. Pauken und Trompeten (UA 1955)
Lyrik:
  1. Erinnerung an die Marie A. 
  2. Legende vom toten Soldaten 
  3. Alabama Song 
  4. Vom armen B.B. 
  5. Solidaritätslied 
  6. Deutschland 
  7. Hinter der Trommel her... / Kälbermarsch
  8. Gedanken über die Dauer des Exils 
  9. Schlechte Zeit für Lyrik 
  10. Resolution der Kommunarden
  11. Legende von der Entstehung des Buches Taoteking...
  12. Fragen eines lesenden Arbeiters 
  13. An die Nachgeborenen 
  14. Hollywoodelegien 
  15. Kinderhymne 
  16. Die Lösung
  

Freitag, 18. April 2014

Freitags-Füller # 86


Die Tage vergehen alle gleich. Halb acht aufstehen, um Mitternacht ins Bett. Und dazwischen: Lernen, Lernen, Lernen. Ach ja, und essen. Und nun: hoppla, ist Ostern. Naja, das fällt dieses Jahr eher aus. Aber es sind nur noch 12 Tage und das ist auszuhalten. Und dann wird die Möhrentorte eben im Mai gebacken!


... die Idee für den Freitags-Füller stammt von Barbara von SCRAP-IMPULSE.







1.  Auf der rechten Seite des Bettes ist es momentan so leer.
2. Ich brauche Mitmenschen um mich um im Gleichgewicht zu sein.
3. Und dann gibt es aber auch die Tage, wo man lieber allein ist.
4.  Freizeit ist momentan gestrichen, bis auf weiteres.
5.  Mit den Anfangsbuchstaben meines Namens kann ich schreiben: Chamäleon, Arabeske, Ratatouille, Antiquität.
6.   Wo ich nun endlich meinen Prüfungstermin habe, funktioniert das Lernen jetzt noch besser.
7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf meinen verdienten Schlaf , morgen habe ich Pfannkuchen backen geplant und Sonntag möchte ich mich in die Sonne setzen !




Mittwoch, 9. April 2014

Edgar Rai - Die Gottespartitur



AUTOR  Edgar Rai| GENRE Gegenwartsliteratur
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 | SPRACHE Deutsch
VERLAG Berlin Verlag | SEITEN 304| PREIS 19,99 € (Gebunden mit Schutzumschlag)





Gabriel Pfeiffer ist Literaturagent und eigentlich recht erfolgreich. Doch dann hatte er vor ein paar Wochen diesen Herzstillstand und seit dem hat ihn die Midlife-Crisis so richtig schön gepackt.

In diesem Zustand chronischer Unlust macht es ihm natürlich keine Freude, dass auch noch die Frankfurter Buchmesse ansteht - als Agent aber natürlich eine Pflichtangelegenheit.
Und gleich am ersten Tag dann diese seltsame Begegnung: ein 17-jähriger Junge spricht ihn an und behauptet er habe eine wichtige Entdeckung gemacht ("Es geht um Gott!"). Natürlich   schenkt Pfeiffer den Behauptungen des Jungen keinen Glauben. Doch dann wird ein paar Tage später in einer bayrischen Dorfkirche die Leiche des Jungen entdeckt. Und nun ist Pfeiffers Interesse an der Story doch geweckt...



Dieses Buch lebt ganz eindeutig von seinem Protagonisten. Pfeiffers Alles-Egal-Haltung, sein zynischer Humor und sein Bedarf an Whiskey siedeln ihn irgendwo zwischen Sympathieträger und Rebell an. Rais Charakterzeichnung (auch bei den Nebencharakteren) überzeugt: man hat das Gefühl, man hat es mit Menschen zu tun. So ergibt sich beim Lesen relativ schnell die Situation, dass man in die Geschichte eintaucht und gar nicht mehr bewusst merkt, dass man liest. Allein schon deshalb ein gutes Buch. 
Rais Schreibstil ist ungemein klug und feinsinnig. Alle realitätsnahen Aspekte (Literaturbetrieb, Musik) erscheinen in meinen Augen sehr gut recherchiert. Dass der Autor sich sehr intentiv mit der Materie beschäftigt hat, lässt sich allein schon aufgrund seines Studiums (Anglistik, Musikwissenschaft) vermuten.
Die Geschichte hat bei mir ein wenig die Erinnerung an Harry Quebert geweckt (eine Person aus dem Literaturbetrieb stellt Nachforschungen bezüglich eines Mordfalls an), allerdings kommt diese Geschichte hier ohne die ganzen Twists and Turns aus und besticht vielmehr durch das fast schon selbstkasteiende Abmühen des Protagonisten.
Und ja, im letzten Drittel geht es dann um Gott. Aber die Thematik nimmt sehr schnell einen philosophischen Charakter an und fokussiert sich auf die Frage, was man eigentlich glauben muss und was nicht. (Rührselige Religiösitätsbejahung ist ja hier schon aufgrund des zynischen Protagonisten kaum möglich). Beim Lesen habe ich mir lange überlegt, wie Rai da wieder herauskommt. Aber ich muss sagen: Chapeau, clever gelöst!



Alles in allem eine sehr überzeugende Geschichte. Für Bücherliebhaber wohl sowieso, denn immerhin spielt das erste Drittel auf der Buchmesse. Rai findet ein gutes Gleichgewicht zwischen Spannung und Charakterstudie, sowie zwischen Humor und Nachdenklichkeit. Der Klappentext-Aufhänger "Es geht um Gott!", mag vielleicht auf den ein oder anderen Agnostiker abschreckend wirken, der Satz "Wie viel kann man glauben?" im Umschlagtext wird dem Buch meiner Meinung nach dann doch eher gerecht.



Dienstag, 1. April 2014

3x3 am Dienstag # 36





Beim 3x3 am Dienstag zeige ich euch in neun Bildern, wie ich meine letzte Zeit verbracht habe. 

Habt ihr Lust dabei zu sein? Na dann her mit euren Alltagsmomenten! Das Logo dürft ihr dafür gerne übernehmen. 
Über Verlinkung würde ich mich natürlich freuen!





© The Lines Between


Ich freue mich so sehr über das schöne Wetter momentan. Die Forsythie vor unserer Haustür strahlt mit der Sonne um die Wette und wenn ich auf der Arbeit Mittagspause mache, dann setze ich mich mit meinem Salat in den Park. Auch der Trenchcoat wurde wieder hervorgeholt, aber in der Sonne braucht man ja nicht einmal mehr den.

Die Tage in Belgien waren schön, wenn auch sehr lernintensiv. Zumindest gut gegessen habe ich / wir. Sushi all you can eat gönnt man sich ja sonst nicht so oft. Und die typisch belgische Waffel (hier mit verboten viel Karamellsoße) wird man hier wohl kaum finden.

Ansonsten versuche ich, möglichst positiv in den Tag zu starten. Eine Portion Porridge mit bunten Früchten macht mir da momentan schnell gute Laune. Die Tage sind schließlich stressig und lang....abends liegt meist das ganze Bett voller Kopien für die Prüfung und ich sortiere von links nach rechts und von rechts nach links. Der Rücken findet die ganze Lernerei auch nicht gut und meckert, wird jetzt aber mit Physiotherapie getröstet...

Ein unerwartetes Highlight war übrigens Edgar Rais neuer Roman Die Gottespartitur. Ich hatte schon fast vergessen wie das ist, so sehr in eine Geschichte einzutauchen dass man gar nicht mehr merkt, dass man liest. Rezension folgt diese Woche!