Samstag, 31. Januar 2015

Ausgewählte Neuerscheinungen Februar 2015

Der Februar steht vor der Tür, und mit ihm natürlich eine ganze Reihe neuer interessanter Bücher. Hier zeige ich euch (m)eine Top 10 der Bücher, die im Februar 2015 neu erscheinen. Leider wandern diese erstmal alle nur auf die Wunschliste und nicht in den Einkaufskorb - sparen für den Umzug ist angesagt....

Auf welches Buch freut ihr euch aktuell am meisten?

(sortiert nach Erscheinungsdatum)



Julian Barnes - Lebensstufen  (9. Februar)


Menschen · Liebe · Fotografie · 
Trauer · Ballonfahrt


erscheint bei Kiepenheuer & Witsch (mehr Infos)





Klaus Modick - Konzert ohne Dichter (9. Februar)


Künstlerfreundschaft · Vogeler & Rilke · 
Liebe · Entfremdung

erscheint bei Kiepenheuer & Witsch (mehr Infos)

  



Ally Condie - Atlantia (11. Februar)


Zwillingsschwestern · über Wasser ·
unter Wasser · Suche


erscheint bei Fischer Jugendbuch (mehr Infos)





Mechthild Gläser - Die Buchspringer (16. Februar)

Reise in Bücher · Abenteuer · Fantasy · 
für Literaturliebhaber


erscheint im Loewe-Verlag (mehr Infos)  




  
Virginia Bergin - Rain. Das tödliche Element (19. Februar)

Virus · Apokalypse · 
Überlebenskampf · Suche

 
erscheint bei Fischer KJB (mehr Infos)





Lilly Lindner - Was fehlt wenn ich verschwunden bin (19. Februar)


Magersucht · Schwestern · Briefe · Traurigkeit

erscheint bei FISCHER Jugendtaschenbuch (mehr Infos)





Rachel McIntyre -  Sternschnuppenstunden (20. Februar)


Mobbing · Hoffnung ·
Selbstbewusstsein · Tagebuch

 
erscheint im Magellan-Verlag (mehr Infos




David Whitehouse - Die Reise mit der gestohlenen Bibliothek 
(21. Februar)

 Bücherbus · Abenteuer · 
Suche nach Glück · Freundschaft

erscheint bei Tropen | KlettCotta (mehr Infos)






Wolfgang Hermann - Die Kunst des unterirdischen Fliegens 
 (23. Februar)


Tagträumer · Ehe · 
Lebenskünstler · Realitätsflucht

erscheint bei LangenMüller (mehr Infos)




Johanna Rakoff - Lieber Mr. Salinger (23. Februar)


Literaturagentur · New York ·
Alltagsfrust · Kraft der Literatur


erscheint bei Knaus | Randomhouse (mehr Infos)  




Bildrechte für die Cover liegen bei den genannten Verlagen:

 KiWi | fischerverlage | LOEWE | magellan | Tropen | LangenMüller | KNAUS


Dienstag, 27. Januar 2015

Amy Plum - Von der Nacht verzaubert

 Von der Nacht verzaubert ist der erste Teil einer Urban Fantasy-Trilogie mit Pariser Setting. Die Grundidee der Autorin ist gut, doch die Umsetzung lässt schriftstellerisches Handwerk vermissen und trieft vor Kitsch.

Kate Merciers Eltern sind bei einem Autounfall ums Leben gekommen. Deshalb müssen sie und ihre Schwester Georgia von New York zu den Großeltern nach Paris umziehen. Während Georgia versucht, ihre Trauer zu vergessen, indem sie sich ins Pariser Partyleben stürzt, zieht sich Kate immer mehr in die Welt der Bücher und Museen zurück.
Doch eines Tages trifft Kate auf den gutaussehenden Vincent. Bei Spaziergängen kommen die beiden sich langsam näher und Kate verliebt sich in ihn....doch dann erfährt sie, dass Vincent kein Mensch ist, sondern ein Revenant - ein ruheloser Geist. Und er scheint noch viel mehr Geheimnisse zu haben. Hat Kates Liebe zu Vincent eine Zukunft oder bringt sie sich dadurch nur selbst in Gefahr?


Ja, die Idee ist gut. Endlich mal keine Vampire, keine Werwölfe, keine Elfen. Die Wesen, die Amy Plum hier erschaffen hat, sind anders. Sehr menschlich, aber mitunter auch sehr brutal. 
Die Autorin hat sich ausführlich mit ihren Revenants beschäftigt, es gibt keine Logikfehler oder dergleichen und dem Leser werden alle wichtigen Fragen im Verlauf der Story beantwortet. Die Pariser Szenerie wirkt authentisch, die geschichtlichen Fakten unterstützen den Handlungsverlauf. Die optische Gestaltung, der gewählte Wortschatz und die Länge der Kapitel passen für das empfohlene Alter (ab 13), aber mitunter geht es schon etwas brutaler zu...

Leider gibt es in dieser Geschichte einige grundlegende Bausteine, die meine Beurteilung des Buches stark ins Negative beeinflusst haben: 
Kate ist eine Protagonistin ohne Persönlichkeit. So oft wie in der Geschichte erwähnt wird, dass sie ein Buch zur Hand nimmt, müsste sie ein kluges aufgewecktes Mädchen sein. Stattdessen ist sie oft naiv, hat keine Meinung zu den Dingen und wirkt im Großen und Ganzen wie 14 und nicht wie fast 17. Es wird mehrfach betont, wie schnell sie nach dem Tod der Eltern erwachsen werden musste - auf mich wirkte sie aber eher unbeholfen und irgendwann hat es genervt, dass sie andauernd in Tränen ausbricht.
Die Dialoge wirken häufig unrealistisch und einzelne Szenen wiederholen sich ohne Mehrwert für den Handlungsverlauf. Die kitschigen Szenen zwischen Kate und Vincent tun dann ihr Übriges. 
Es fehlt der Geschichte an interessanten Details und an Abwechslung - die Autorin hält sich an die immergleichen Gefühlsbeschreibungen. Das wird bei der Länge der Geschichte (knapp 400 Seiten) irgendwann langweilig. Besonders auch deshalb, weil der Handlungsverlauf wenig Spannung innehat. Es gibt zwar einen Showdown, doch lange Zeit dümpelt die Geschichte mit Kates und Vincents Verabredungen so vor sich hin.
Auch ist es für mich ein No-Go, was hier teilweise an Werten vermittelt wird. Wie kann es eine Großmutter ihrer Enkelin erlauben, die Schule zu schwänzen damit diese ihr Liebesleben in Ordnung bringen kann??



Eine gute Idee für einen Urban Fantasy Schauplatz, aber mit einer Protagonistin, mit der man sich nicht identifizieren kann, weil sie einfach keinen Charakter hat - da sind 400 Seiten einfach zu mühsam. Wer kitschige Liebesgeschichten mag, der wird sich über das fehlende Handwerk dieser Geschichte hinwegretten können. Die restlichen Leser verschwenden ihre Zeit. Definitiv kein All Ager. 




AUTOR Amy Plum | GENRE Urban Fantasy, Jugendbuch ab 13
ERSCHEINUNGSJAHR 2012  | SPRACHE Deutsch (orig. Englisch)
ORIGINALTITEL Die for Me
VERLAG Loewe | SEITEN 400 | FORMAT Gebundenes Buch mit Schutzumschlag

€ 18,95 [D] | € 19,50 [A]
978-3-7855-7042-5

Freitag, 23. Januar 2015

Freitags-Füller #93


Der Januar geht ins Land und mit ihm einiges an unnötigen Dingen, die sich hier über die letzten drei Jahre angesammelt haben. Januar fühlt sich jetzt gut an. Ein neuer Start, neue Ideen, neue Möglichkeiten, neue Motivation und hoffentlich neue Chancen sich zu beweisen.

Hoffentlich habt ihr auch gerade so gute Laune wie ich!


... die Idee für den Freitags-Füller stammt von Barbara von SCRAP-IMPULSE







1.  Vielen Dank an  meine WG. Ihr habt die letzten Jahre zu etwas Besonderem gemacht.
 
2. Eine meiner Pflanzen ist schon lang nicht mehr gewachsen. Jetzt verliert sie auch noch Blätter. Meeh.
 
3.  Es ist so langweilig an Bushaltestellen zu warten. (Niemals ohne Kindle!)
 
4    Alles passiert irgendwann zum ersten Mal. Weglaufen oder verkriechen bringt doch nichts.
 
5.  Kann mir bitte jemand endlich eine Praktikumszusage erteilen. Warten ist so......besonders am Wochenende....
 
6.   Mit meinem Blog würde ich alles wieder genau so machen.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf die letzten 50 Seiten meiner aktuellen Lektüre , morgen habe ich eine weitere Aufräumaktion geplant und Sonntag möchte ich mal wieder Muffins backen!


Sonntag, 18. Januar 2015

So war mein Lesejahr 2014...

Eigentlich hatte ich gar nicht vor, einen eigenen Post für meine gelesenen Bücher aus 2014 zu machen. 2014 war nämlich kein besonders gutes Lesejahr. Doch da 2015 alles anders werden soll und es natürlich nett wäre, retrospektiv eine Vergleichsmöglichkeit zu haben, hier nun also mein Rückblick auf die letzten 12 Monate:

Das Germanistikexamen in der ersten Jahreshälfte zwang mich zwar zum Lesen, aber das waren a) alte Klassiker von denen selbst mir viele zuvor unbekannt waren und b) wissenschaftliche Literatur, über die es sich hier wohl kaum zu schreiben lohnt. Wenn ihr also konstant Bücher lesen müsst, könnt ihr euch vielleicht vorstellen, dass es dann kein Spaß ist, auch in seiner Freizeit noch zu lesen. Und wenn ihr konstant Bücher lesen müsst (MÜSST), auf die ihr keine Lust habt, dann ahnt ihr wahrscheinlich schon, worauf das hinaus läuft: Leseflaute.

 Diagramm: Anzahl gelesener Bücher pro Monat

 Diese Leseflaute traf mich dann zur Jahresmitte, was sich an meiner Statistik leider ziemlich gut erkennen lässt: Juni - 1 Buch | Juli - kein Buch | August - 1 Buch. Scheinbar hatte mein Kopf nach dem Examen gar keine Lust mehr auf jegliche Art von gedrucktem Wort...

Aus der Leseflaut heraus half mir dann ein Hörbuch, dessen Geschichte auch gleichzeitig mein Favorit für 2014 werden sollte: Wachstumsschmerz von Sarah Kuttner. Danach ging es wieder bergauf. Leichtere Lektüre, Jugendbücher, eine gute Portion weiterer Hörbucher und zum Schluss ein paar Graphic Novels führten dazu, dass ich meine Lust an der Literatur wieder enteckte und mich nun auf ein spannendes Lesejahr 2015 freue!

(Wenn ihr auf den Buchtitel klickt, führt euch das zur jeweiligen Verlagsseite)


Mein liebstes Buch in 2014: Wachstumsschmerz

(fischer verlag / argon hörbuch)


 Die Protagonistin Luise hat mich sehr an mich selbst erinnert. Ihre Gedankengänge, ihre Gefühle, ihre Unsicherheit, ihr Alter, ihre Lebensituation. Wie fühlt man sich Ende 20, wenn man die Uni bereits hinter sich gelassen hat, die Karriere und das "richtige erwachsene Leben" aber irgendwie noch nicht begonnen haben? Ein kluges, nachdenklich stimmendes Buch.


Meine größte Überraschung in 2014: Mit leerer Bluse spricht man nicht

(dtv)


 Ein Buch, welches schon viel zu lange auf dem SuB lag. Unbegründet, wie sich herausstellte. Die Kolumnen der Buddenkotte sind weder platt noch gewollt lustig. Der Humor ist subtil, die einzelnen Geschichten beinhalten eine angemessene Prise Gesellschaftskritik. Aber wer hat sich bitte für dieses Cover entschieden? - Mit anderem Cover hätte ich es wohl schon viel früher zur Hand genommen...


...und leider die größte Enttäuschung: Little Britain. Notizen von der Insel.

(Goldmann)


Humorvolle, sympathische Geschichte über unsere Nachbarn auf der Insel und kulturelle Insider habe ich hier erwartet. Leider hat das Buch mit Kulturvermittlung nicht so viel zu tun. Und auch Zaschkes Humor kam nicht bei mir an. Meine vollständige Rezension: Klick!


Das schönste Cover: Selection

(FISCHER Sauerländer)


 Auch hier habe ich mir nicht sonderlich viel von versprochen. Aufgrund der zahlreichen Buchvorstellungen online und eben wegen des Covers habe ich es mir dann doch auf den Kindle geladen (die englische Ausgabe) - und alle drei Bücher in einer Woche durchgelesen. Auch wenn die Story aus einer Genderperspektive heraus vielleicht zweifelhaft erscheint, so hat mir der recht erwachsene Stil sowie die Darstellung der politischen Hintergründe gut gefallen. Jetzt ärgere ich mich ein wenig, dass ich diese schönen Ausgaben nicht im Regal stehen habe...


Der beste Titel: Gut gegen Nordwind

(HANSER Deuticke)


Gut gegen Nordwind und sein Nachfolger Alle sieben Wellen waren bei mir eindeutige SuB-Leichen. Immer habe ich auf den richtigen Moment gewartet, dieses Buch zur Hand zu nehmen. Ich mochte die Bücher, allerdings war ich nicht so begeistert wie viele andere Leser. Den Titel finde ich aber immer noch sehr schön (und die Erklärung des Titels innerhalb der Geschichte auch).


Die liebsten Charaktere: Shotgun Lovesongs



 Die Charaktere fand ich die schwierigste Kategorie. Ich hätte natürlich auch Luisa aus Wachstumsschmerz (siehe oben) nennen können. Mir sind aber auch die fünf Charaktere aus Shotgun Lovesongs positiv in Erinnerung geblieben. Der Autor hat fünf Menschen geschaffen, die man sich als Leser gut vorstellen kann. Hilfreich ist es natürlich, dass die Geschichte eben aus diesen fünf Perspektiven erzählt wird und in der Audioversion fünf sehr treffende Sprecher gewählt wurden.

...und noch ein paar Zahlen und Fakten:

 46 Gelesene Bücher, davon: 
  • 34 Romane
  • 4 Graphic Novels / Comics
  • 3 Bilderbücher / Grafikbücher
  • 5 Hörbücher

Damit bin ich einigermaßen zufrieden. Meine Leseziele für 2015 habe ich euch vor zwei Wochen schon vorgestellt. Diese könnt ihr HIER noch einmal nachlesen.


Wie lautet euer literarisches Fazit für 2014? 


Die Rechte für die Cover liegen bei den genannten Verlagen.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Leonie Swann - Dunkelsprung


Leonie Swann erfindet einen Flohzirkusdompteur und schreibt ein Plädoyer 
für mehr Phantasie in unserem Alltag.
Für alle Kritiker, die glauben, dass man den modernen Roman nicht mehr neu erfinden kann.
Kann man nämlich doch.




Julius Birdwell ist durchaus zufrieden mit seinem Leben als Goldschmied und Flohzirkusdompteur. Doch dann fallen seine Flöhe einem plötzlichen Nachtfrost zum Opfer, Birdwell verliebt sich in eine Nixe und dann will ihm auch noch die Goldschmiedearbeit nicht mehr richtig gelingen. Wohl oder übel muss Birdwell den Sprung ins Unbekannte (Dunkelsprung!) wagen, um sein Leben wieder gerade zu rücken. Doch falsch gedacht: Birdwell verstrickt sich in ein immer größer werdendes Netz aus Ungereimtheiten. Und die Realität nimmt langsam aber sicher reiß aus.



Wie will man einen Roman beurteilen, der sich schon vorab einer Genrezuordnung entzieht? Von einer Meerjungfrau und einem Magier ist da die Rede im Klappentext - dann aber zugleich der Untertitel auf dem Cover: Vielleicht kein Märchen.
Und doch hat dieser Roman einiges Märchenhaftes zu bieten: Fabeltiere, Zauberei, vermenschlichte Flöhe und einen Helden (Julius Birdwell), der sich an einer Aufgabe abrackert (die Befreiung einer Nixe). 
Doch dann entfernt sich Swann wieder von der Fantasie: die Szenen spielen in London, in Yorkshire, die Charaktere haben Probleme beim Zugfahren, mitunter auch beim Bedienen von Kunden. Und dann noch dieser textuelle Beweis:

Das ist kein Märchen! Plötzlich verstand Green, was die Schneckenfrau ihm damit hatte sagen wollen. Im Märchen wurde einem von allen Seiten geholfen. Feen und weiße Zauberer  und hilfreiche Wesen tauchten aus der Versenkung auf und lösten alle Probleme. Im wahren Leben hingegen halfen einem höchsten Verkäufer und Herrenausstatter, und die wollten für ihre Dienste entlohnt werden. Man musste die Dinge selbst in die Hand nehmen, Wunderwesen oder nicht! (Seite 329)

Swanns mutige Behauptung, die man als Leser schließlich zwischen den Zeilen findet, lautet also: Diese Geschichte kann so und genau so in der realen Welt des Lesers stattfinden. Harry Potter lässt grüßen.
Swann setzt diese Idee clever um. Der Schreibstil ist klug, hier und da darf man schmunzeln und die wechselnde Fokalisierung lässt den Leser die Story aus verschiedenen Blickwinkeln betrachten. Die Charaktere sind wunderbar ausgearbeitet, etwas verschroben aber ungemein sympathisch.

Auch der Titel ist klug gewählt. Dunkelsprung bezeichnet zunächst einen Floh in Birdwells Artistentruppe ("Lazarus Dunkelsprung"), allerdings wird dem Leser schnell die Metapher klar. Für Birdwell ist die Suche nach der Nixe ein Sprung ins Unbekannte, heraus aus seinem Alltag, heraus aus seinem bisherigen Leben. Für den Leser ist der Titel Programm: heraus aus dem gefestigten Romangenre, heraus aus vorgefertigten Handlungsstrukturen, hinein in eine unbekannte Realität, eine phantastische aber auch dunklere Seite unseres Alltags (da liegt die Assoziation zu E.T.A Hoffmanns Nachtstücken nahe - und es schließt sich der Kreis zum Kunstmärchen...) 


Aufmachung und Inhalt sind gut aufeinander abgestimmt. Das Cover lässt den Leser das Genre erahnen und hält mit seinen unterschiedlichen Motiven eine kleine Detektivarbeit für den Leser bereit. Die Kapitelüberschriften sowie der komplexe Handlungsaufbau schüren die Spannung. Sehr charmant übrigens die Entscheidung, einen kleinen Floh anstatt des üblichen Asterisken zu wählen, um Absätze optisch voneinander zu trennen. Die Auflistung der wichtigsten Charaktere am Beginn des Buches ist sinnvoll und fast unentbehrlich. Die Fakten über Flohzirkusse & Co. am Ende des Buches sind eine nette Beigabe.

Auch wenn sich am Ende alles wunderbar auflöst - zwischenzeitlich sind Swanns Handlungsstränge schon sehr komplex. Dadurch braucht man zunächst länger, um in die Geschichte einzutauchen und das Blättern zur Liste der Dramatis Creaturae (!) hemmt hier und da den Lesefluss. Der Ausgang der Geschichte war befriedigend, allerdings etwas enttäuschend nach dieser komplexen und fantasievollen Handlungsfolge.



Eine Abenteuergeschichte, eine Detektivgeschichte und eben doch auch ein Märchen. Swann experimentiert mit den bekannten Genres und zeigt, wie eng Realität und Phantasie nebeneinander liegen können. Eine Geschichte über Befreiung und über mehr Mut zur Phantasie. In der ersten Hälfte bleibt die Handlung etwas auf der Strecke, aber Kreativität soll hier belohnt werden. Eindeutige vier Sterne. 





 Dunkelsprung. Vielleicht kein Märchen.

AUTOR Leonie Swann | GENRE Urban Fantasy
ERSCHEINUNGSJAHR 2014 | SPRACHE Deutsch
VERLAG Goldmann | SEITEN 384 | FORMAT Gebundenes Buch mit Schutzumschlag


 € 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 28,50
ISBN: 978-3-442-31387-7 

Mittwoch, 7. Januar 2015

Zwischen den Jahren. (Rückblick auf 2014)


  © The Lines Between

Vorherrschendes Gefühl für 2015?

Auf der Suche


2014 zum ersten Mal getan?

Auto gefahren
den ersten Job nach dem Studium begonnen
die Krankenkasse gewechselt
Graphic Novels gelesen
über den Atlantik geflogen


2014 (nach langer Zeit) wieder getan?

Lust auf die Zukunft entwickelt
mir Gedanken über die berufliche Zukunft gemacht
Bewerbungen geschrieben


2014 leider gar nicht getan?

genug Zeit zum Lesen gehabt
regelmäßig Kontakt zu alten Freunden gehalten
mich von alten/ungebrauchten Dingen befreien

2014 glücklicherweise gar nicht getan?

ernsthaft krank gewesen
mich auf Plan A zu versteifen


Wort des Jahres?

Theater


Zugenommen oder abgenommen?

Zugenommen. Abgenommen. Zugenommen. Abgenommen.
t.b.c.


Stadt des Jahres?

Antwerpen


Alkoholexzesse?

nein


Haare länger oder kürzer?

gleich kurz


Kurzsichtiger oder weitsichtiger?

an guten Tagen: weitsichtiger
an schlechten Tagen: kurzsichtiger


Mehr ausgegeben oder weniger?

definitiv mehr


Verliebt?

Ja. Ja. Ja.


Getränk des Jahres?

grüner Tee


Essen des Jahres?

Sushi (same as 2013!)


Am häufigsten angerufen? 

mit dem Handy: die Kollegen
online: den Liebsten


Die schönste Zeit verbracht mit?

dem Liebsten


Die meiste Zeit verbracht mit?

a) Kollegen
    b) Mitbewohnern


Song des Jahres?

...ich hab zu wenig Musik gehört


Alben des Jahres?

Hörbucher!


Buch des Jahres?

Sarah Kuttner - Wachstumsschmerz


Konzert(e) des Jahres?

Opernabende
LOTR - live in concert


TV-Serie des Jahres?

Ich wünschte, hier hätte ich etwas zu schreiben


Film des Jahres?

Phoebe im Wunderland

Erkenntnis des Jahres?

habe immer einen Plan B parat


Drei Dinge, auf die ich gut hätte verzichten können?

schwierige Arbeitszeiten
die über 400km Entfernung zum Liebsten
undurchschaubare Bewerbungsprozesse 


Schönste/s Ereignis/se?

Urlaub in Amerika
das Uni-Abschlusszeugnis erhalten


2014 mit einem Wort?

abgehakt