Mittwoch, 3. August 2016

Von Urlaubslektüre, Glückskindern und gefährlichen Genen... | Rückblick auf Juli 2016

Im Juli stand der wohlverdiente Sommerurlaub vor der Tür und zum Glück war die Wahl der Urlaubslektüre diesmal ein Leichtes! (Mehr dazu weiter unten). Ansonsten hat meine Parallellesen-Angewohnheit einen Punkt erreicht, der nicht mehr feierlich ist. Sprich: Will man zu viel gleichzeitig lesen (weil ALLE Klappentexte einfach so toll klingen und so), liest man am Ende eher weniger. Oder gar nichts, an manchen Tagen. Aber ein paar Geschichten habe ich natürlich doch beendet:


Christoph Hein - Glückskind mit Vater
Dieser Deutschlandroman mit über 500 Seiten war wirklich ein Langzeitprojekt für mich. Und dies lag keineswegs am Buch selbst, sondern vielmehr an meiner 'Untrainiertheit' was lange Geschichten angeht. Wann sind denn bitte 500 Seiten zu solch einer magischen Schwelle geworden? Den Roman an sich, über Konstantin Boggosch, der ein Leben lang versucht, sich von der Vergangenheit zu lösen, fand ich sehr lesenswert. Mehr bald in einer Rezension!

Stian Hole - Garmans Geheimnis
Nach dicken Büchern nehme ich gerne Graphic Novels und Bilderbücher zur Hand. Auf Stian Hole bin ich Anfang diesen Jahres durch Morkels Alphabet aufmerksam geworden und wollte mir seinen Stil gern genauer anschauen. In der Stadtbibliothek habe ich nun Garmans Geheimnis entdeckt. Dieses Bilderbuch erzählt auf ganz eigenen Weise von der ersten kindlichen Liebe zwischen Garman und Johanne. Seine Bilder, die sich aus Collagen von Fotos, Zeichnungen und comichaften Elementen und Popkulturreferenzen zusammensetzen, sind auf jeden Fall einen Blick wert - vielleicht aber für manches Kind etwas zu verkopft.

Sophie Jordan - Infernale  (Band 1 / im Hörbuch)
Ich hätte nicht gedacht, dass mir Infernale SO gut gefällt. Doch das Thema ist erschreckend glaubhaft dargestellt und man fiebert von Anfang an mit Davy mit, wie sie mit der extremen Situation umgeht. Die Ausgangsfrage - Liegt es in unseren Genen, ob wir zu Mördern werden? - begleitet einen beim Lesen permanent und es ist beängstigend, wie schnell sich eine Gesellschaft in zwei Klassen aufteilen kann....Die Charaktere waren allesamt gut ausgearbeitet, der Plot ohne Logikfehler, an Emotionalität fehlt es auch nicht.  Die Stimme von Sprecherin Friederike Walke passt perfekt zu Davy passt und sie erzählt mit genau dem richtigen Maß an Einfühlsamkeit.

Carlos Ruiz Zafon - Der Schatten des Windes
Das berühmte Werk von Zafon hatte ich bereits vor drei Jahren schon einmal begonnen. Damals kam ich über die ersten 200 Seiten nicht hinaus. Diesen Sommer nun war ich durch meinen Urlaub in Barcelona - schließlich das Setting des Werkes - neu motiviert, einen zweiten Versuch zu starten. Und ich kann schon jetzt sagen: Mit der passenden Kulisse vor Augen, habe ich viel schneller einen Einstieg in die Geschichte gefunden. Die ersten 100 Seiten las ich im Urlaub, die anderen 450 folgen nun hoffentlich bald.

Robert Seethaler - Der Trafikant
Sehr gerne lese ich Bücher auch mit anderen Bloggern zusammen. Und als Mareike von HERZPOTENTIAL auf Instagram ein Bild vom Trafikanten zeigten, entschlossen wir, diesen gemeinsam zu lesen. Aktuell bin ich bei knapp der Hälfte und ich bin erstaunt, wie leicht es sich doch lesen lässt. (Warum habe ich etwas anderes erwartet?). Am liebsten sind mir aktuell die Dialoge zwischen Franzl und Freud, ich bin gespannt, wie die Geschichte weiter verläuft!

Wie läuft das bei euch? Habt ihr auch die Tendenz zum Parallel-Lesen oder taucht ihr lieber voll und ganz in eine einzige Geschichte ab?


Kommentare:

  1. Ich bevorzuge es, mich auf einen Roman zu konzentrieren. Die Gefahr ist, dass ich längere Zeit wenig lese, wenn mir das Buch nicht gefällt, denn ich breche nur ungern ein Roman ab. Wenn ich mehrere Romane gleichzeitig lese, würde ich einen immer bevorzugen. Ich lese aber andere Bücher (z. B. Sachbücher, die man nicht von Anfang bis Ende lesen muss) nebenbei, das geht.

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  2. Hallo Cara,
    ganz frisch hier auf deinem Blog, bleibe ich natürlich zunächst am letzten Post kleben.
    "Infernale" ist mir bekannt, doch bisher hatte ich nicht so den Drang, das Buch lesen zu wollen. "Der Schatten des Windes" habe ich hingegen vor langer Zeit gelesen. Mit was du mich neugierig gemacht hast, ist "Der Trafikant". Dieses Buch wird sofort vermerkt.
    Liebste Stöbergrüße, Hibi

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